Hunderte Millionen vor Fernsehern, 30.000 im Stadion - Salzburgs Mega-Duell zieht Fans in den Bann, zugleich droht aber eine „hohe Terror-Gefahr“ …
Salzburg hat schon viele besondere Spiele erlebt. Die Heldentat der Austria in den 90er-Jahren etwa gegen den portugiesischen Topklub Sporting um Luis Figo. Epische Auftritte in der Champions League gegen Liverpool, Milan oder den FC Bayern. Und natürlich drei Spiele im Rahmen der Heim-EURO 2008.
In über 100 Ländern zu sehen
Der heute stattfindende UEFA Supercup zwischen Paris Saint-Germain, Gewinner der Fußball-Königsklasse, und Europa-League-Triumphator Aston Villa stellt all das aber locker in den Schatten. Salzburg befindet sich aufgrund des Mega-Spiels, das in über 100 Ländern live übertragen wird und Hunderte Millionen TV-Zuschauer sowie rund 30.000 Fans im Stadion begeistern soll, im Ausnahmezustand.
Das Sicherheitsaufgebot ist so groß wie noch nie, Polizisten aus den umliegenden Bundesländern wurden angefordert. Wie viele im Einsatz sind? Dazu wollte sich die Exekutive aus einsatztaktischen Gründen nicht näher äußern. Die „Krone“ erfuhr allerdings, dass es rund 800 sein sollen. Landespolizeidirektor Bernhard Rausch erklärte: „Wir haben aktuell eine abstrakt hohe Terrorgefahr. Es ist der Zeit geschuldet, hier entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.“
Macron eingeladen
Die Bullen-Arena wurde großräumig abgeriegelt. Welche Prominenten zum Spiel kommen, ist noch unklar. Hier hüllt sich der Verband in Schweigen. Klar ist, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eingeladen wurde. Ihn zeichnet eine hohe Sport-Affinität aus, vor Kurzem war er Gast bei der Tour de France. Zu rechnen ist auch mit royalem Glanz: Prinz William ist eingefleischter Fan der „Villans“ und war Ende Mai in Istanbul dabei, als seine Lieblinge durch ein 3:0 gegen Freiburg die Europa League gewannen. Nur allzu gerne würde er einen weiteren Titelgewinn der Seinen live miterleben. Zumal der bislang einzige Supercup-Sieg des englischen Klubs mehr als 43 Jahre her ist - damals war William gerade einmal wenige Monate alt.
Die Siegertrophäe, die seit 2006 vergeben wird, wiegt 12,2 Kilogramm und ist 58 Zentimeter hoch. Das Gewinnerteam darf das Original aber nicht behalten. Erlaubt ist lediglich die Anfertigung einer Nachbildung, die jedoch nur 80 Prozent der Originalgröße haben darf. Medaillen gibt’s indes auch für das Schiri-Team um den Somalier Omar Artan. Der wurde bei der WM aufgrund des Vorwurfs ausgeschlossen, mit mutmaßlichen Terroristen in Verbindung zu stehen. „Es war eine harte Zeit“, gab er nun zu Protokoll und dankte für die Möglichkeit, das Spiel in Salzburg zu leiten. „Ich hatte Glück, habe aber auch hart gearbeitet. Hier zu sein, macht mich stolz.“ Auch er weiß um die Besonderheit dieses Spieles in Salzburg.
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