Von gemeinsamem Staunen bei der Sternwarte am Haunsberg über Picknick auf den Stadtbergen bis hin zu Bergsteigern in den Alpen – die Salzburger zelebrierten die Sonnenfinsternis nahezu. Glückliche konnten dafür am Mittwoch noch heiß begehrte Schutzbrillen ergattern.
Atemberaubend schön! Einfach magisch! Ein Moment, wo die gigantische Ausmaße am Himmel ganz nah sind!“ So kommentierten faszinierte Bewunderer der teilweisen Sonnenfinsternis das Naturspektakel kurz nach 20 Uhr, das mit großer Spannung erwartet wurde. Bei der Sternwarte am Haunsberg war der Andrang besonders groß. Julia Weratschnig vom Haus der Natur und ihr Team hatten für das gemeinsame Staunen alles vorbereitet. Astrofotografen dokumentierten das seltene Himmels-Schauspiel.
Auch an vielen anderen Orten in Salzburg wollten Beobachter hoch hinaus und einen möglichst freien Blick Richtung West ergattern. Die Gaisbergstraße war von der Zistelalm zur Spitze für den Individualverkehr vorsorglich gesperrt worden. In der Stadt Salzburg zog es viele auf den Mönchsberg – mit Picknickdecken, Snacks und bester Laune. Nach dem Spektakel wurde von einem Beobachter sogar lautstark eine „Zugabe“ gefordert. Auf Berge wie das Kareck im Lungau stiegen zur späten Stunde Bergsteiger und Hobby-Astromomen. Sehr große Fans reisten sogar nach Spanien, um dort die totale Finsternis zu erleben.
Der Andrang auf die speziellen Sonnenfinsternis-Brillen, die die Augen vor der enormen Energie beim Blick in die Sonne schützen, war noch am Mittwochnachmittag groß. Im letzten Moment wollten sich viele Salzburger damit eindecken. Es bildeten sich auch vor einer Optiker-Filiale im Europark lange Schlangen. Dort waren in der Früh noch 2000 Stück vorrätig, 1000 binnen einer halben Stunde verkauft. „Es gab noch kurzfristige Lieferungen“, heißt es dazu von Sehen Wutscher, wo man über enormen Andrang in ganz Österreich berichtet. Bei anderen hingen schon zu Mittag Schilder: „Leider ausverkauft.“
Auch bei der Eni-Tankstelle in der Münchner Bundesstraße kam es am Mittwoch zu einer langen Schlange. „Die machen heute mehr Geschäft mit der Brille als mit dem Benzin“, reagierte eine Frau mit Humor auf die Wartezeit.
G’riss um Brillen: Menschen standen Schlange. Wer welche bekam, genoß das Spektakel.Manche Zuschauer rückten sogar mit einer Profi-Ausrüstung zum Spektakel am abendlichen Himmel an. Andere begnügten sich mit speziellen Schutzbrillen.
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