Aus Trümmern gerettet
Kolumbien: Vater schützte Baby mit eigenem Körper
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien geht die Suche nach Verschütteten weiter. Immer wieder kommt es dabei zu spektakulären Rettungen. So konnten nun eine Frau sowie ein Vater und sein wenige Monate altes Baby lebend geborgen werden.
Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte sich am Montag im Westen Kolumbiens ereignet. Das Epizentrum lag nahe der Gemeinde San José del Palmar im Departamento Chocó an der Pazifikküste. In mehreren Städten stürzten mehr als hundert Wohn- und Bürogebäude ein.
Die Behörden zählten am Dienstag bereits 216 Todesopfer. Soldaten, Feuerwehrleute und zahlreiche Freiwillige suchen weiterhin nach Menschen, die unter den Trümmern eingeschlossen sein könnten.
In Pereira und Cali kommen dafür unter anderem Kräne, Spürhunde und schwere Maschinen zum Einsatz. Freiwillige räumen Trümmer teilweise mit bloßen Händen und bilden Menschenketten. Jede mögliche Spur könnte entscheidend sein.
Bewegende Momente inmitten der Zerstörung
Für besonders bewegende Momente sorgten mehrere erfolgreiche Rettungen. Am Dienstag bargen Einsatzkräfte die 32-jährige Daniela Largo lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes. In eine blaue Decke gehüllt wurde sie aus den Trümmern getragen. Rettungskräfte und Angehörige reagierten mit großer Erleichterung und Freude.
Auch ein Vater und sein etwa zwei Monate altes Baby überlebten den Einsturz eines fünfstöckigen Hauses. Der Mann hatte seinen Sohn Salomón mit seinem eigenen Körper geschützt und ihm so offenbar das Leben gerettet (siehe Video unten).
Die erfolgreichen Bergungen geben den Helfern trotz der hohen Opferzahl weiterhin Hoffnung. Die Suche nach möglichen Überlebenden soll fortgesetzt werden.









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