Sekretärin erschossen

Mafia, Zwang, Liebe: Fünf Versionen von Mord in NÖ

Niederösterreich
12.08.2026 16:20

Was geschah tatsächlich in der Wohnung in Kottingbrunn? Nach und nach tauchten immer mehr Versionen der Bluttat auf. Der seit Mai inhaftierte Steirer soll den Beamten gleich fünf unterschiedliche Geschichten aufgetischt haben. Nach der Festnahme des mutmaßlichen Komplizen wollen die Kriminalisten vor allem eines wissen: die Wahrheit.

Die beiden Verdächtigen schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Doch auch die Geschichte des seit Mai inhaftierten Christian F. änderte sich offenbar immer wieder: Gleich fünf verschiedene Versionen der Bluttat soll er den Ermittlern erzählt haben. Genau diese Widersprüche ließen die Mordermittler des Landeskriminalamtes NÖ nicht locker.

Opfer über Netz kennengelernt
Zunächst soll der 27-Jährige angegeben haben, die 28-jährige Sekretärin in ihrer Wohnung in Kottingbrunn mit einer legalen Waffe erschossen zu haben. Der Sportschütze hatte sein späteres Opfer über das Internet kennengelernt und „lieben“ gelernt. Als Motiv soll er angegeben haben, dass der selbst ernannte Top-Unternehmer nicht „seinen Mann stehen konnte“.

Steirer soll zu Tat gezwungen worden sein
Dann tauchte in seiner Schilderung der inzwischen in Deutschland festgenommene Italiener (34) auf. Der smart und eloquent auftretende Mann soll ihn zur Tat gezwungen haben. Eine Variante: Der „Fremde“ habe ihn in der Wohnung zur Tat gezwungen und ihm gedroht, andernfalls die Mafia auf ihn zu hetzen.

Die 28-jährige Sekretärin wurde im Mai in ihrer Wohnung in Kottingbrunn erschossen. Wie es zur ...
Die 28-jährige Sekretärin wurde im Mai in ihrer Wohnung in Kottingbrunn erschossen. Wie es zur Tat kam, schilderte der Verdächtige den Ermittlern in fünf unterschiedlichen Versionen.(Bild: Krone-Collage/Mario Urbantschitsch, Zwefo)

Doch damit nicht genug: Insgesamt fünf verschiedene Versionen der Bluttat soll der Steirer den Beamten erzählt haben. Für die Ermittler wurden die Widersprüche offenbar zum entscheidenden Ansatzpunkt bei der Suche nach dem möglichen Mittäter.

Der 34-jährige Italiener soll nach Österreich ausgeliefert werden. Seinen 35. Geburtstag am 13. August – also morgen – wird er hinter Gittern verbringen ...

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