Trauer um Italiener

Lignano-Legende: „Cocco Bello“-Verkäufer ist tot

Ausland
12.08.2026 15:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Für viele Menschen gehörte der bekannte Strandverkäufer Giovanni Pacileo zum Lignano-Urlaub dazu. Nun ist der Italiener, dessen „Cocco Bello“-Rufe jahrzehntelang vertraut waren, im Alter von 69 Jahren gestorben. Pacileo wurde in Neapel beerdigt, wo er stets die Wintermonate verbracht hatte.

Der Italiener verkaufte am Sandstrand in Lignano jahrzehntelang Kokosnüsse und Obst. Seine Produkte bewarb er auf Schildern und durch seine Rufe „Cocco Bello, vitamina“ (schöne Kokosnüsse, Vitamine). Er habe den Strandbesucherinnen und Strandbesuchern ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, sagten diese. Daher sei die Trauer sowohl unter den vielen Stammgästen als auch unter den Einheimischen groß.

„Giovanni (...) war im Laufe der Zeit weit mehr geworden als nur ein einfacher Kokosnussverkäufer: eine charakteristische und vertraute Erscheinung des Sommers in Lignano. Er war vor allem an seiner ganz besonderen Art erkennbar, die Badegäste herbeizurufen und sein ,Cocco Bello‘ vor sich hin zu singen – eine Stimme, die Sommer für Sommer fast zu einem Teil der Klangkulisse des Strandes geworden war (...)“, heißt es in der Facebook-Gruppe „Lignano – Sonne, Sand und Meer“, die mehr als 63.000 Mitglieder zählt.

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Er war vor allem an seiner ganz besonderen Art erkennbar, die Badegäste herbeizurufen und sein „Cocco Bello“ vor sich hin zu singen.

Facebook-Gruppe „Lignano – Sonne, Sand und Meer“

Der beliebte Strandverkäufer Giovanni Pacileo ist gestorben.
Der beliebte Strandverkäufer Giovanni Pacileo ist gestorben.(Bild: YouTube/Stefan Kobler)

Das kleine Ritual und der vertraute Klang seien einfache Erinnerungen, „die mit der Zeit einen besonderen Wert gewinnen“, heißt es darin weiter. Der Strandverkäufer sei immer freundlich und gut gelaunt gewesen, kommentierten Mitglieder. Das Posting wurde am Montag auf Deutsch und Italienisch veröffentlicht.

Lignano Sabbiadoro ist ein beliebtes Urlaubsziel vieler Österreicherinnen und Österreicher. Der Ort wird unter anderem von Familien besucht, aber speziell rund um Pfingsten auch von zahlreichen jungen Menschen, um zu feiern („Tutto Gas“).

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