Angriffe halten an

Trump behauptet: „Straße von Hormuz gehört uns“

Außenpolitik
12.08.2026 07:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump behauptet weiterhin, dass er die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormuz habe – dennoch trauen sich nur wenige Handelsschiffe, die Meeresenge zu durchfahren. Das hat auch einen guten Grund: Denn die Angriffe auf der Schifffahrtsroute gehen weiter. 

„Sie gehört uns“, behauptete Trump vor Reportern, dass die USA sich im Moment in eienr sehr guten Position befinden würden. Irgendwann würden die Iraner „vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt“. 

Gefahr durch Minen besteht weiterhin
Doch die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO)  zeichnet ein anderes Bild: Die Angriffe und Schikanen durch die iranischen Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an – und seien der Beweis, dass der Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten behaupten und den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Es bestehe weiterhin das Risiko von treibenden oder nicht kartierten Minen. Handelsschiffe verkehrten weiter nur auf reduziertem Niveau.

Ein US-Marineschiff in der Straße von Hormuz – deren Einsatz konnte die Blockade der Meeresenge ...
Ein US-Marineschiff in der Straße von Hormuz – deren Einsatz konnte die Blockade der Meeresenge bislang nicht verhindern.(Bild: AFP/US NAVY)

„Sie haben mich ständig belogen“
Trump sagte weiter, er vertraue dem Iran nicht. „Sie haben mich ständig belogen.“ Die Islamische Republik sei dank des von den USA geführten Krieges nicht länger der „Tyrann im Nahen Osten“. Bereits am Vortag hatte der Republikaner behauptet, nach einer Minenräumung sei die Meerenge für Schiffe wieder befahrbar und werde „zu 100 Prozent“ von den USA kontrolliert.

Der Iran hat auf die Aussagen nicht direkt reagiert. Zuletzt hatte die Führung in Teheran eine Öffnung der Seestraße von Zugeständnissen der USA und ihrer Verbündeten abhängig gemacht und die Absicht erklärt, Gebühren für eine Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben.

Iran will nicht klein beigeben
Der erst vor wenigen Tagen neu berufene Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrats im Iran, Mohsen Rezaei, betonte laut dem Staatssender Press TV, die USA müssten den Krieg gegen den Iran und seine Verbündeten in der Region beenden und das eingefrorene iranische Geld freigeben, damit die Meerenge wieder vollständig geöffnet werden könne. „Solange die USA ihr Verhalten nicht ändern und die Bedingungen des Irans nicht akzeptieren, wird die Straße von Hormuz nicht wieder geöffnet“, sagte Rezaei demnach.

Langes Ringen um Wiedereröffnung der Meerenge
Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Straße von Hormuz, über die ein Großteil der Ölexporte aus den Golfstaaten abgewickelt wird. Der Nationale Sicherheitsrat des Irans verlangte dafür neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, einer Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region unter anderem eine vollständige finanzielle Entschädigung für Kriegsschäden. All diese Forderungen hatte der Iran bereits früher als Bedingungen für Verhandlungen mit den USA genannt.

Am Montag hatte Trump seinerseits Entschädigungszahlungen des Irans als Bedingung für weitere Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts gefordert. Er schrieb auf seiner Plattform Truth Social, der Iran solle für jedes Opfer zahlen, dessen Tod oder Verletzung der Machtapparat in Teheran zu verantworten habe.

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