Das Alpenseebad lockt jeden Sommer Tausende Touristen und Einheimische nach Mondsee (Oberösterreich). Besonders beliebt, vor allem bei den jüngeren Gästen: die Großwasser- und die Wellenrutsche. Doch vorerst hat es sich ausgerutscht. Denn beide Wassersportgeräte müssen wegen des historisch niedrigen Wasserstandes im Mondsee vorerst geschlossen bleiben.
„Die Rutschen können nur betrieben werden, wenn beim Eintauchen in den See ein gewisses Wasserreservoir vorhanden ist“, schildert Bürgermeister Josef Wendtner (ÖVP). Davon sei man derzeit aber weit entfernt. Zwar hätte sich die Situation nach Regenfällen immer wieder ein wenig erholt, doch der Wasserstand bleibt für eine Öffnung zu niedrig.
Vor allem Familien mit Kindern sind über die Rutschensperre natürlich enttäuscht. Wir können das Haftungsrisiko als Gemeinde aber nicht eingehen.
Josef Wendtner, Bürgermeister von Mondsee
„Wir können das Haftungsrisiko als Gemeinde einfach nicht eingehen“, so Wendtner. Vor Ort würde ein Hilfsbademeister sicherstellen, dass sich die Gäste an das Rutschverbot auch halten. Wie sind die Reaktionen? „Die Situation ist sehr unangenehm. Vor allem Familien mit Kindern sind natürlich enttäuscht. Wenn man die Gründe aber erklärt, reagieren die meisten verständnisvoll“, erzählt der Ortschef. Der Sprungturm ist von der Sperre übrigens nicht betroffen. Seit acht Jahren ist Wendtner im Amt, an eine ähnliche Situation kann er sich nicht erinnern. „Bekannte von mir haben Badeplätze am See, da ist der Wasserrückgang dramatisch“.
So sieht es bei den anderen Seen aus
Im langjährigen Mittel hat der Mondsee in Mondsee einen Wasserstand von 151 Zentimetern, derzeit sind es 127. Doch nicht nur dort liegt der Wasserstand weit unter dem Durchschnitt. Mit 133 Zentimetern fehlen dem Zellersee in Zell am Moos 29 Zentimeter auf das Mittelwasser. Besonders dramatisch schaut es in Kammer am Attersee aus. Dort werden derzeit 97 Zentimeter gemessen, der Mittelwert liegt bei 146. Nur im Dezember 2018 war der Wasserstand an dieser Messstelle mit 86 Zentimetern noch niedriger. „Besser gefüllt“ sind laut dem Hydrografischen Dienst des Landes OÖ der Hallstätter- und Traunsee.
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