Laut US-Präsident Donald Trump ist die Straße von Hormuz komplett von Minen befreit worden – die USA hätten zudem die vollständige Kontrolle übernommen. Internationale Behörden sind von der Sicherheit auf der für die Schifffahrt wichtige Meerenge weniger überzeugt.
Trump erklärte im Weißen Haus vor Medienleuten, dass die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die USA kontrollierten die für den Öltransport wichtige Seestraße „zu 100 Prozent“. Gelegentlich würde der Iran eine Mine ablegen, man finde diese Minen aber. Der Iran will hingegen Gebühren für die Durchfahrt verlangen.
Britische Behörde spricht weiterhin von Bedrohungslage
Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt berichtete dagegen am Wochenende, dass die Bedrohungslage in der Meerenge sei weiterhin ernst: Die iranischen Revolutionsgarden würden weiterhin Handelsschiffe angreifen.
Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der Straße. Der Nationale Sicherheitsrat des Irans knüpfte dies iranischen Medienberichten zufolge an Zugeständnisse der USA und ihrer Verbündeten. Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran zudem, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormuz zu erheben.
Sichere Schifffahrt als Ziel
Am Wochenende hatte Trumps Vize JD Vance gesagt, dass die Iraner zu Beginn des Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Irans ein, keine Handelsschiffe anzugreifen.
Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Straße von Hormuz transportiert, die auch etwa für den Transport von Flüssiggas und Dünger zentral ist.
Irankonflikt ließ Ölpreise in die Höhe schnellen
Nach Kriegsbeginn brachte der Iran mit Angriffen auf Schiffe und Drohungen den Schiffsverkehr fast zum Erliegen. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft an. Ziel der USA ist es laut Vizepräsident Vance, beim Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormuz wieder das Vorkriegsniveau herzustellen.
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