AK half 56-Jähriger

Ältere sind immer öfter von Jobverlust bedroht

Kärnten
11.08.2026 14:00

Nach 35 Dienstjahren wurde einer Kärntnerin – zu Unrecht – gekündigt. Das Einschreiten der AK-Rechtschutzexperten konnte einen langwierigen Prozess verhindern. Immer mehr ältere Beschäftigte sind vom Jobverlust bedroht.

Der kostenlose Rechtsschutz der Arbeiterkammer hat einer 56-Jährigen den Arbeitsplatz gerettet. Die Kärntnerin stand kurz davor ihren Job zu verlieren. Sie wurde nach 35 Dienstjahren – ohne nachvollziehbaren Grund – gekündigt.

Durch das rasche Einsschreiten der AK-Arbeitsrechtsexperten lenkte der Arbeitgeber ein und nahm die Kündigung zurück. Dadurch konnte allen Beteiligten ein langwieriger und vor allem teurer Prozess vor Gericht erspart werden. „Selbst wenn Beschäftigte den Prozess gewinnen, müssen sie ihre Anwalts- und Verfahrenskosten selbst tragen“, erklärt AK-Arbeitsrechtsexperte Fabio Del Frate. Die Kosten für solch Verfahren belaufen sich zwischen 5000 und 10.000 Euro.

Das ist ein finanzielles Risiko, das viele Betroffene abschreckt, überhaupt um ihr Recht zu kämpfen.

Der Fall der Kärntnerin stehe zugleich für ein strukturelles Problem auf dem Arbeitsmarkt. Im Zuge von Umstrukturierungen und Personalabbaumaßnahmen werden immer öfter ältere – und damit meist besser bezahlte – Beschäftigte gekündigt.

Dabei sei gerade für ältere Arbeitnehmer der Verlust des Arbeitsplatzes dramatisch, da die Jobsuche trotz Fachkräftemangels oft an Vorurteilen scheitere. „Es ist sozialpolitisch nicht in Ordnung, wenn langjährige, erfahrene Beschäftigte aus rein wirtschaftlichen Überlegungen aussortiert werden. Wir brauchen einen gesetzlichen Schutz Älterer“, fordert Kärntens Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach. 

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