Im nächsten Teil der „Krone“-Nordliga-Serie geht es um Grünaus Trainer Bernhard Huber-Rieder. Der 33-Jährige spricht über das Dasein als Coach, sein Vorbild aus Kuchl, seinen Kleidungsstil und seine Rolle als Vater.
Als Spieler war ich sicher nicht der Beliebteste“, lacht Bernhard Huber-Rieder, als ihn die „Krone“ für den nächsten Teil der Norliga-Trainer-Serie bei ihm daheim in Schleedorf besucht. Seine Karriere als Kicker hat der 33-Jährige mittlerweile aber ohnehin längst beendet, schon seit einigen Jahren steht er als Coach an der Seitenlinie, im Winter übernahm er das Zepter in Grünau.
Was für ihn einen guten Trainer ausmacht? „Heutzutage ist man fast mehr Psychologe als Trainer. Da kommt mir meine pädagogische Erfahrung, die ich als Lehrer habe, zu Gute. Es ist wichtig, dass man auf die Bedürfnisse der Spieler eingeht und über ihr Wohlbefinden spricht“, sagt Huber-Rieder, der aber auch die sportliche Seite nicht vergisst: „Unser Anspruch ist es, den Jungs ein geiles Training zu bieten. Wenn einer von ihnen den Sprung in den Profibereich schafft, dann sollen sie dort sagen können, dass sie schon so ähnlich trainiert haben.“
Apropos Profibereich: Für ihn ist das aktuell kein Thema. „Ich glaube, dass man als junger Trainer etwas demütiger sein sollte. Viele wollen sofort nach oben ohne viel geleistet zu haben“, sagt Huber-Rieder, der einen Kollegen von der direkten Konkurrenz als sein Vorbild nennt. „Tom Hofer ist der Beste, den wir in Salzburg haben. Ich habe nie unter ihm trainiert, aber ich weiß, dass er menschlich und inhaltlich top ist“, schwärmt er vom Kuchl-Trainer, mit dem er oft im Austausch steht.
„Denke nicht viel nach“
Grinsen muss der 33-Jährige, als er auf seinen durchaus auffälligen Kleidungsstil am Spielfeldrand angesprochen wird. „Ich habe schon mitbekommen, dass es ein Thema ist. Aber ich denke da gar nicht so viel nach, trage einfach das, was mir gefällt.“
Obwohl der Fußball in seinem Leben eine große Rolle spielt, steht die Familie für Berni an erster Stelle. Partnerin Jana und die Kinder Levi und Ylvi sind sein ganzer Stolz. „Wenn ich nach einem Spiel nach Hause komme, juckt es keinen, ob wir gewonnen oder verloren haben. Da muss ich als Papa funktionieren und das tut mir auch gut.“
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