„Krone“-Salzburg-Chefredakteur Claus Pándi kommentiert den geplanten Abgang von ÖVP-Landesrat Stefan Schnöll aus der Politk.
Karo – bald allein zu Hause? Möglich. Politik ist ein einsames Geschäft. Aber die Landeshauptfrau wird schon jemanden aus dem Hut zaubern, der den Job von Stefan Schnöll mit Handkuss übernimmt.
So wie sich auf dem Arbeitsmarkt auch irgendwer finden wird, falls Lukas Crepaz nach dem politischen und von Emotionen getriebenen Chaos bei den Salzburger Festspielen für seine Aufgabe als kaufmännischer Direktor nicht mehr die dafür nötige Leidenschaft aufbringen kann.
Es gibt nun einmal Berufe, die mehr sind als seinen Job zu erledigen. Um auf solchen Posten wirklich gut zu sein, bedarf es einer Gabe, die in keinem Inserat steht: Herzblut. Dass man also für eine Sache brennt. Und da wird es dann schon schwieriger, geeignete Leute zu finden. Oft landet man bei hochstapelnden Glücksrittern, die es nur auf Geld, Prestige und Privilegien abgesehen haben.
Stefan Schnöll hat sich da immer als immun erwiesen. Der Mann aus Wals ist bodenständig geblieben und hat sich nie in die Macht verliebt. Schade eigentlich, dass sich ausgerechnet solche Menschen von der Politik abwenden. Oder sich gleich von ihr fernhalten.
Allerdings konnte Stefan Schnöll an Sebastian Kurz, seinem politischen Weggefährten aus Jugendtagen, auch aus nächster Nähe beobachten, was Macht aus einem machen kann. Vielleicht hat sich Stefan Schnöll auch deshalb gegen die Politik und für das echte Leben entschieden?
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