Nachfolger schon parat

Bei der ÖVP rauchen nach Rücktritt die Köpfe

Salzburg
20.09.2026 19:55

Mit dem Rücktritt von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll aus der Salzburger Landespolitik scheidet ein allseits beliebter Politiker aus. Der 38-Jährige erntet Lorbeeren von allen Seiten. Bei seiner Partei, der ÖVP, rauchen hingegen die Köpfe: Noch heute soll sein Nachfolger feststehen.

„Für seinen weiteren persönlichen und beruflichen Weg wünsche ich Stefan herzlich alles Gute“, lässt FPÖ-Landesvize Marlene Svazek zum Rückzug von Stefan Schnöll ausrichten. Kein Wunder, die beiden kamen trotz aller politischen Differenzen gut miteinander aus.

Und auch die Oppositionsparteien zollten Schnöll Respekt. Die Grüne Landeschefin Martina Berthold habe die Zusammenarbeit mit ihm sehr geschätzt. Gemeinsam mit KPÖ-Chefin Natalie Hangöbl lobt sie ihn für die Bemühungen und Errungenschaften im Verkehr. SPÖ-Chef Peter Eder bedauert Schnölls Rückzug. Man habe ihn über Parteigrenzen hinaus fachlich und menschlich geschätzt.

Zur Wehmut gesellt sich aber auch Hoffnung: Jeder verfolgt eigene Ziele. Schnöll war Sympathieträger in der ÖVP. Jeder, der bei den Schwarzen nicht mehr punkten kann, hilft den anderen.

Am Sonntagabend rauchten in der ÖVP übrigens die Köpfe in der Parteizentrale in der Merianstraße. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler ist dabei nicht nur mit der Nachfolger-Wahl konfrontiert gewesen. Intern musste sie für den Kommentar ihres Partners, Markus Fauland, zu Festspieldirektor Lukas Crepaz einiges einstecken. Fauland empfahl darin: „Reisende soll man nicht aufhalten.“

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