„Krone“-Trainerserie

Motto: „Minimaler Aufwand, maximaler Ertrag“

Die „Krone“ stellt die sieben Trainer der Regionalligisten bis zum Saisonauftakt vor. Seekirchens Lapkalo freut sich auf die neue Liga. Durch die Reform bleibt allen Beteiligten mehr Freizeit. Diese verbringt der 52-Jährige gern am Rad. Als er Gedanken hegte, als Trainer aufzuhören, intervenierte seine Ehefrau.

Freitag ist es soweit. Dann startet das österreichische Unterhaus mit der neuen Regionalliga Nord in die Saison. Nach der Reform gibt es bei allen Klubs Fragezeichen. Für Seekirchen-Trainer Mario Lapkalo, mit den Wallerseern in der Vorsaison auf Rang vier, ist klar: „Es wird immer viel geredet. Aber wir haben in der Vergangenheit schon Testspiele gegen Oberösterreicher gehabt und es war nie so, dass wir chancenlos waren.“ Denn auch in der Westliga spielte Seekirchen nach dem Aufstieg direkt eine sehr gute Rolle. Lapkalos Erfolgsmotto? „Minimaler Aufwand, maximaler Ertrag.“

Zum Auftakt geht es für seine Truppe Freitagabend (19) zu Vorwärts Steyr. Was ihn an der neuen Liga besonders freut? Die meisten Spiele werden Freitagabend ausgetragen, außerdem sind die Fahrtzeiten für die Wallerseer kürzer als davor, als für ein Match in Tirol oder gar Vorarlberg ein ganzer Tag draufging.

Neue Freizeit, die der 52-Jährige gut zu nutzen weiß. Als begeisterter Rennradfahrer ist er in diesem Jahr schon rund 4000 Kilometer gefahren. Er selbst will es seinen Kickern auch vorleben: „Ich will etwas verlangen können, aber es selbst auch bringen.“ Von den Spielern sei noch nie jemand mit ihm aufs Rad gestiegen. Diese Leidenschaft teilt er dafür mit Seekirchen-Obmann Toni Feldinger.

Mario Lapkalo und Freund Toni Feldinger (li.) bei einer Radtour.
Mario Lapkalo und Freund Toni Feldinger (li.) bei einer Radtour.(Bild: zVg)
In Seekirchen fühlt sich Erfolgscoach Lapkalo pudelwohl.
In Seekirchen fühlt sich Erfolgscoach Lapkalo pudelwohl.(Bild: Andreas Tröster)
(Bild: Andreas Tröster)
Mario Lapkalo traf sich mit der „Krone“ in Eugendorf zum Gespräch.
Mario Lapkalo traf sich mit der „Krone“ in Eugendorf zum Gespräch.(Bild: Andreas Tröster)

Lapkalos Frau verhinderte das Aus
Diese gute Freundschaft ist es auch, dass den Erfolgscoach Seekirchen seit 2014 nie verlassen ließ. „Ich bin grundsätzlich ein sehr loyaler Mensch“, betont Lapkalo. Doch im Frühjahr überlegte er, aufzuhören. „Es gibt ja auch andere schöne Sachen.“ Dann intervenierte die Gattin: „Meine Frau hat gesagt, seit sie mich kennt, bin ich immer unterwegs und dann würde ich daheim picken. Sie braucht Zeit, um sich darauf einzustellen.“

Vorbilder oder Lieblingsklubs hat der Vater von Grünau-Kicker Alexander („wir reden gar nicht so viel über Fußball“) übrigens keine. „Die Bayern mag ich nicht“, lacht der Coach. Sympathien hegt er aber gegenüber Hellas Verona.

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