Tischtennis-Bundesliga

Damen feiern zum Start historischen Premierensieg

Salzburg
19.09.2026 20:08

Gut Ding braucht Weile, heißt es. Im Falle von Tischtennis-Bundesligist UTTC Salzburg heißt das: Nach der Rückkehr ins Oberhaus nach 60 Jahren hielt das blutjunge Team im Vorjahr ohne einen einzigen Sieg die Klasse. In die neue Saison starteten Team-Mama Ran Li-Kath und die Girlband aber gleich mit einem Sieg.

Angeführt von der routinierten Deutsch-Chinesin Li-Kath wollten es die Salzburgerinnen gegen Kufstein – im Vorjahr hatte es ein 3:3 gegeben – im Sportzentrum Mitte unbedingt wissen. Und die 44-jährige Defensivspezialistin, die zugleich als Coach fungiert, zeigte ihren Schützlingen vor, was das bedeutet: 3:0 gegen die Mexikanerin Cossio, 3:0 gegen die Koreanierin Kim und 3:2 im Doppel mit Vanessa Tang gegen Cossio/Kelly. „Im Entscheidungssatz ist das Glück mit 6:5 auf unsere Seite gefallen“, frohlockte Kluburgestein Günther Höllbacher nach zwie abgewehrten Matchbällen.

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Man sieht, dass Sophia nach vielen internationalen Einsätzen schon viel robuster geworden ist und mit Legionärinnen dieses Formats gut mithalten kann.

UTTC-Tausendsassa Günther Höllbacher lobte Pichler extra

Schlussendlich machte die erst 15-jährige Sophia Pichler ganz nach Vorbild des Doppels den Sack zu – 3:2 gegen Cossio. Und zwar wieder per 6:5 im Decider! „Man sieht, dass sie nach vielen internationalen Einsätzen schon viel robuster geworden ist und mit Legionärinnen dieses Formats gut mithalten kann“, hatte Höllbacher seine helle Freude mit dem 4:2-Erfolg. „Sie haben gekämpft wie die Löwinnen! Man sieht auch, dass Ran den Mädels als Trainer enorm hilft.“ Damit feierten Li-Kath, Pichler und Tang bereits zum Saisonstart endlich den ersten vollen Erfolg  in einem 195-Minuten-Krimi. 

Der auch dringend nötig sein dürfte. Anders als im Vorjahr mit Bodensdorf gibt es keinen Außenseiter im Abstiegskampf. Noch nach dem Match reiste die Equipe nach Wien an, wo man am Sonntag bei Aufsteiger Olympic Wien gastiert. Mit den ägyptischen Nationalspielerinnen Helmy und Shoman sowie der Ukrainerin Pentiuk gelang zum Auftakt gleich ein 4:2 gegen Graz. Somit wartet auf Salzburg ein heißer Tanz!

Rückkehr nach 18 Monaten Präsenzdienst
Erst am Sonntag und Montag starten die Herren in die neue Saison. Nach der Enttäuschung der Vorsaison, als man das Final-Four verpasste, will das Team wieder angreifen. Am Sonntag (15) kommt Linz nach Nonntal, am Montag dann Vorjahresfinalist Stockerau im TV-Spiel (18, ORF Sport+). Fix wieder dabei ist der Koreaner Jin Ha Hwang. Der hatte sich im Winter des Vorjahres verabschiedet, weil er den Präsenzdienst in der Heimat – es gibt nach wie vor keinen Frieden auf der geteilten Halbinsel – antreten musste. Eineinhalb Jahre später landete er am Donnerstag am Flughafen in München. Und verriet doch Beruhigendes: „Ich hatte die Möglichkeit, täglich zu trainieren und fühle mich richtig gut.“ Am besten lässt sich das natürlich gleich an der Platte zeigen.

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