„Gibt noch viele“
Granaten in Waldbrandgebiet bei Bordeaux entdeckt
Im Waldbrandgebiet an der französischen Atlantikküste sind 75 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Zunächst vermuteten die Einsatzkräfte, dass es sich um ein Munitionsversteck der deutschen Truppen handelt. Nun ist allerdings von „Vernichtungsmaßnahmen, die damals in ausgehobenen Gruben durchgeführt wurden“ die Rede.
Dabei sei die Munition nicht optimal vernichtet worden, sagte der Leiter des Kampfmittelräumdienstes aus Bordeaux, Philippe Delemotte, zum Sender France Info. In dem schwer zerstörten Ort Le Porge waren während der Brände Explosionen zu hören gewesen und anschließend Geschosse entdeckt worden.
„Wir waren letzte Woche im Einsatz und haben dieses Feld gefunden, wo wir 75 Granaten entfernt haben. Heute haben wir etwas gewartet, bis das Feld abgekühlt war, um es betreten zu können. Und innerhalb weniger Minuten haben wir hier wieder solche Granaten gefunden“, sagte Delemotte weiter. Man könne daher davon ausgehen, dass es noch viele davon gebe.
Hier sehen Sie den Bericht von France Info:
Der Fachmann verwies auf französische Mörsergranaten und auf deutsche Panzergranaten. Damit die Bewohnerinnen und Bewohner sicher in ihre angrenzenden Häuser zurückkehren könnten, sollten die verbliebenen Granaten so schnell wie möglich lokalisiert und unschädlich gemacht werden. Die Suche nach alter Munition wird derzeit fortgesetzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner wussten jahrzehntelang nichts von der Existenz der Weltkriegsmunition.
Der massive Waldbrand in der französischen Gemeinde Gironde ist am Wochenende eingedämmt worden. Er sei „unter Kontrolle, er breitet sich nicht mehr aus“, sagte Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez am Samstag. Das Feuer war vor mehr als einer Woche in einem Kiefernwald nahe der Stadt Bordeaux ausgebrochen. Er hat in den vergangenen Tagen 42.000 Hektar Fläche verwüstet, ungefähr 22.000 Menschen wurden vorübergehend in Sicherheit gebracht. Wegen verbleibender „aktiver Zonen“ konnten noch nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner wieder zurückkehren.









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