Trump: „Letzte Chance“

Vermittler Katar sieht baldige Einigung im Iran

Außenpolitik
04.08.2026 18:04
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Iran verteidigt nach Angaben seines Präsidenten Massud Pezeshkian seine Grenzen. Eine Ausweitung des Krieges strebe man aber nicht an, sagte er am Dienstag. Laut US-Präsident Donald Trump werden derzeit neue Verhandlungen geführt, das iranische Außenministerium weist diese Darstellung aber zurück.

„Ich möchte ihnen jede letzte Chance vor der Enthauptung geben“, sagte Trump am Montagabend in Washington. Diverse Staaten, darunter auch der Iran, hätten ihn um Friedensgespräche gebeten. Darin gehe es nun unter anderem um die Öffnung der Straße von Hormuz, später würde auch die „Denuklearisierung“ des Irans Thema sein. „Wäre mir eine Einigung lieber? Ich bin nicht darauf aus, Menschen zu töten“, sagte der US-Präsident am Sonntag.

Auch US-Finanzminister Scott Bessent hat am Dienstag eine baldige Einigung mit dem Iran in Aussicht gestellt. „Wir sind in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen und in diesem Konflikt zu einer normaleren Lage überzugehen“, sagte er in einem Interview mit dem Sender CNBC. Die Vermittler aus Katar bestätigten die Darstellung diplomatischer Bemühungen, die „bereits weit fortgeschritten“ seien. Es würden „ständig Entwürfe ausgetauscht“. Auch Pakistan vermittelt.

Straße von Hormuz als Knackpunkt
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte am Montagabend hingegen, dass es derzeit keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten gebe. Die einzigen laufenden Gespräche seien die mit dem Oman über die Verwaltung der Straße von Hormuz. Das sei aber nicht gleichzusetzen mit einer Öffnung der Meerenge.

Seit Kriegsbeginn Ende Februar haben die iranischen Streitkräfte immer wieder Tanker und andere Schiffe in der Meerenge attackiert. Damit brachten sie den Verkehr fast zum Erliegen. Mit dem Oman wird aktuell verhandelt, um vorläufige Schifffahrtskorridore festzulegen. Der Streit um die Straße von Hormuz ist ein wesentlicher Grund, warum der Krieg zwischen den USA und  dem Iran zuletzt wieder eskalierte. Es gab mehrfach Gespräche und Feuerpausen, ein Kriegsende ist aber nicht in Sicht.

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