Die Polizei will wegen des Sparkurses nicht in ein anderes Gebäude. Jetzt tüftelt der Ortschef an einer Alternative für die Nutzung des ehemaligen Bezirksgerichts in Neumarkt. Fix ist derweil, dass die Bibliothek der Stadt in das denkmalgeschützte Haus ziehen wird.
Das Gebäude wird für Sicherheit und Infrastruktur verwendet, die oberste Priorität haben. Wir geben es im Baurecht weiter und können es so refinanzieren“, erklärte Neumarkts Bürgermeister David Egger (SPÖ) zum Jahreswechsel. Neben einer neuen Heimat für die Polizei soll die Stadtbibliothek in das ehemalige Bezirksgericht einziehen.
Im späten Frühjahr dann die Schocknachricht. Das Innenministerium muss einsparen und will sich die neue Inspektion im denkmalgeschützten Gebäude nicht leisten. „Wir haben die Bemühungen nicht aufgegeben und wollen auch den Polizei-Standort absichern“, so der Stadtchef. Die Arbeitsbedingungen in der bestehenden Inspektion seien derzeit „ein Wahnsinn“. Sollten am Ende alle Stricke reißen, möchte Egger statt der Polizei das Museum in dem Gebäude ansiedeln. „Dann müssten wir zumindest keine Miete mehr für den anderen Standort zahlen.“
Wenn also die Polizei nicht übersiedelt, werden im alten Gericht die Bücherei und das Museum heimisch werden. Auf dem Areal sollen zusätzlich 13 neue geförderte Mietwohnungen entstehen. Der Innenhof wird für die Bevölkerung zugänglich gemacht.
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