Trinkwasser für‘s Grün

Henndorf legt Veto gegen neuen Golfer-Brunnen ein

Salzburg
03.08.2026 22:00

Eine eigene Versorgung soll dem Golfplatz in Henndorf künftig umfangreiche Wasserreserven bringen. Die Gemeinde legt nun Einspruch und Beschwerde gegen die bereits erfolgte wasserrechtliche Bewilligung der Bezirkshauptmannschaft ein.

Trotz heftiger Gewitter sind die Böden in Salzburg extrem trocken. Das Grundwasser liegt überall im roten Bereich, laut Meteorologen fehlen 74 Prozent auf den Schnitt. Die Gemeinde Henndorf kämpft seit Jahren mit knappen Reserven. Ausgerechnet dort will der Golfplatz Gut Altentann nun für Grüns, Abschläge und Fairways nach Grundwasser bohren.

Die vier Parteien, Team für Henndorf (TFH), FPÖ, SPÖ und Freies Mandat Henndorf (FMH) stemmen sich massiv gegen die Pläne und haben deshalb einen Antrag in der Gemeindevertretung eingebracht. „Das Wasserthema ist aktueller denn je. Die Bohrung beim Golfplatz ist ein Teil des Gesamtversagens der Gemeinde“, ärgert sich FMH-Gemeinderat Johann Spöttl. Er ist überzeugt, dass eine Bohrung neben der Hauptversorgung Henndorfs ein zu großes Risiko darstellt.

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Mein oberstes Ziel ist es, die Wasserversorgung in Henndorf aufrecht zu erhalten und alles zu verhindern, das diese gefährden kann.

Bürgermeister Martin Köllersberger

Dem stimmt auch Bürgermeister Martin Köllersberger (ÖVP) zu: „Wir müssen dort jede noch so geringe Beeinträchtigung verhindern“, sagt er zur „Krone“ und ergänzt: „Ich bin gegen den Brunnen am Golfplatz. Wir werden dabei jeden Rechtsweg ausschöpfen.“

Bei einer Sondersitzung am Montagabend wurde der Antrag auf Einspruch und Beschwerde gegen die Erteilung der wasserrechtlichen Bewilligung durch die Bezirkshauptmannschaft einstimmig beschlossen.

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