Stundenlang zog sich am Montagvormittag ein Einsatz mehrerer Feuerwehren auf der Salzach. Das Kraftwerk St. Veit im Pongau (Salzburg) verlor aus unbekannter Ursache gut 150 Liter Hydrauliköl. Reste davon konnten erst mehr als zehn Kilometer weiter aus dem Fluss entfernt werden.
„Wir waren schon ein paar Mal beim Kraftwerk im Einsatz, aber so etwas habe ich noch nie erlebt“, erzählt Christoph Toferer, Einsatzleiter und Ortsfeuerwehrkommandant in St. Veit im Pongau. Er und seine Kameraden wurden am Montag um 4.42 Uhr in der Früh zum ungewöhnlichen Einsatz alarmiert.
Vor Ort stellten sie fest, dass es sich um Hydrauliköl handelt. „Wo das hergekommen ist, wissen wir nicht“, so Toferer. Die Flüssigkeit schaffte es allerdings in den Ablauf – und dadurch direkt in die Salzach. „Wir haben dann sofort die Bezirkshauptmannschaft dazugeholt“, erzählt der Einsatzleiter.
Vor Ort wurde dann mit Katastrophenreferent Patrick Reifenauer besprochen, wie es weitergehen soll: „Wir haben die Kraftwerksbetreiber kontaktiert und auch flussabwärts Kontrollen durchgeführt. Insgesamt gelangten 150 Liter des nicht biologisch abbaubaren Öls in die Salzach. Von so einem Problem bei einem Kraftwerk habe ich bisher noch nie gehört.“
Weil alle so schnell reagiert haben, war die Gefahr für die Umwelt gering. Insgesamt sind bei dem Vorall 150 Liter Hydrauliköl ausgetreten.

Patrick Reifenauer, Katastrophenreferent Pongau
Bild: zVg
Mithilfe einer Entsorgungsfirma wurde im Anschluss die Wasseroberfläche bei den Kraftwerken Plankenau und Urreiting professionell abgesaugt. Zudem wurden weitere Feuerwehren nachalarmiert. „Die Freiwillige Feuerwehr Hallein hat ihr Boot hergeliehen. Alle Beteiligten haben schnell und gewissenhaft gehandelt“, sagt Reifenauer.
Letzte Reste des Öls entfernte schlussendlich die Freiwillige Feuerwehr Bischofshofen mittels Drehleiter beim Kraftwerk in Bischofshofen. Sie wurde um 9.40 Uhr telefonisch alarmiert und konnte den Einsatz nach gut 45 Minuten beenden.
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