Das Reise-Wochenende auf Salzburgs Straßen verlief überraschend ruhig – und doch gehen die Diskussionen um die Abfahrtssperren weiter. Die Tennengauer Bürgermeister wagen einen neuen Vorstoß. . .
Angesagte Katastrophen treten manchmal eben doch nicht ein! Auch am Sonntag blieb es auf der Tauernautobahn (A10) in Richtung Süden verhältnismäßig ruhig – und das trotz Ferienbeginns in Bayern und Baden-Württemberg. Autofahrer benötigten Geduld, speziell vor den A10-Baustellen im Pongau kam es immer wieder zu Verzögerungen.
Auffällig: Am Samstag bereiteten die neuen und deutlich strikteren Abfahrtssperren keine Probleme. Wie berichtet, schlossen das Land Salzburg und Autobahnbetreiber Asfinag die Abfahrten in Golling und Kuchl erstmals für den gesamten Verkehr. Selbst Ortsansässige durften an diesem Tag hier nicht mehr die Autobahn verlassen. Dies war nur in Hallein möglich.
Das Gelbe vom Ei?
„Unser Resümee fällt grundsätzlich positiv aus, es war ein erster guter Versuch“, meint etwa Gollings Bürgermeister Martin Dietrich (SPÖ). Aber: „Ich bin mir nicht sicher, ob es mit Blick auf das Lammertal sinnig ist, die Ausfahrt in Golling zu sperren.“
Ähnlich sieht dies die Kuchler Vizebürgermeisterin Carmen Kiefer (ÖVP) und ergänzt: „Es ist gut, dass man sich Gedanken macht. Ob so eine Sperre allerdings wirklich das Gelbe vom Ei ist, muss sich erst zeigen.“
Auch am kommenden Samstag soll die Ausfahrt in Kuchl wieder komplett geschlossen werden. In Golling bleibt die Abfahrt offen, die Autobahnauffahrt wird jedoch neuerlich gesperrt. Die Begeisterung hält sich in den beiden Orten in Grenzen.
Halleins Stadtchef Alexander Stangassinger: „Grundsätzlich war am Samstag längst nicht so viel Verkehr wie angekündigt. Ich habe kein Problem damit, Autobahn-Ausfahrten zu sperren. Das gehört dann aber auch wirklich streng kontrolliert.“
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