



Fast auf den Tag genau seit 50 Jahren wird in der Tischlerei Lobnig gesägt, gefräst, verleimt, verglast, getaucht und montiert. Handwerk auf höchstem Niveau aus heimischen Rohstoffen.
Private, Häuslbauer und Sanierer, die ihr Eigenheim lieben – sie sind nach wie vor die wichtigsten Kunden für Valentin Lobnig. Der Tischlermeister, der auch Landesinnungsmeister war, liebt es, Projekte zu besichtigen, mitzuentwickeln, Vorschläge zu machen und dann umzusetzen. Und Private sind es auch, die das Rückgrat der Tischlerei im beschaulichen Ort Proboj in der Gemeinde Sittersdorf bilden: „Die Mitarbeiter, ohne die wären wir nichts; die sind uns einfach so wichtig“, ergänzt Ehefrau Annemarie.




Im Juli 1976 hat der damals blutjunge Tischlermeister Valentin den Gewerbeschein beantragt; mit dem 12. August des selben Jahres ist er ausgestellt. Und dann ging es voll los: Zuerst in Kühnsdorf, bald bot sich der Kauf einer bestehenden Betriebsanlage in Proboj. Lobnig griff zu, baute aus und baute um; setzte als einer der ersten auf computergesteuerte Maschinen; Sägen und Fräsen. Und blieb dennoch der Handarbeit, dem Handwerk treu.
Alle Varianten sind möglich; jedes Maß und auch mit Alu und Farben; aber immer mit heimischem Holz als Grundmaterial.
Firmenchef Valentin Lobnig
Rohe Bretter, meist heimische Lärche, aber auch Fichte und für ganz edle Aufträge der „Mercedes“, die Eiche, werden in der Werkstatt zu perfekten Fenstern und Türen verarbeitet. Für Großaufträge, aber auch kleinere Baustellen. „Was Kleines oder Dringendes geht immer“, sagt der nimmermüde Firmenchef beim Rundgang durch die Firma.
Und dann bleibt er vor einem Stück stehen, das ihm besonders am Herzen liegt. Eine Haustür; innen hochmodern und massiv, außen aus Altholz, das gebürstet und geölt stolz die Narben seiner Geschichte trägt. „Ein Trend, der wirklich gut ankommt“, sagt Valentin. Auch das Holz für diese spezielle Bauart kommt aus Kärnten. „Nicht weit, aus Bad Eisenkappel von der Firma Bioholz.“
Jung treffen auf Erfahrene
Zurück zu den Mitarbeitern: Da gibt es natürlich Lehrlinge, die dem Meister stets großes Anliegen sind und waren; auch als er Wettbewerbe veranstaltete, um das Handwerk hoch zu halten. Und nicht wenige seiner Lehrlinge sind geblieben; oft Jahrzehnte, einige das ganze Berufsleben lang. Da treffen dann in den Teams Junge auf Erfahrene. Etwa wenn ganze Kurhäuser, auch in anderen Bundesländern, mit Erzeugnissen aus Proboj veredelt werden. Von dort, wo Handwerk heute noch goldenen Boden hat.
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