Die Sommer werden immer heißer! Hitzetage schießen nach oben, die Trockenheit wird noch problematischer und Gewitter fallen heftig aus. Heute könnte zudem der absolute Temperaturrekord in der Stadt Salzburg fallen. Dieser wurde 2023 aufgestellt und lag bei 38,6 Grad.
Exakt 38,6 Grad Celsius war bisher die absolute Rekordtemperatur im Bundesland Salzburg. Gemessen wurde sie am 27. Juli 2023 an der Messstelle Freisaal in der Stadt Salzburg. Die aktuelle Hitzewelle könnte dem heute noch eins draufsetzen: 39 Grad werden erwartet und damit ein weiterer Hitzetag in einer Liste, die seit Jahren immer noch länger wird.
So gab es 2015 im bisherigen Jahrhundertsommer 44 Tage, an denen die Temperatur die 30-Grad-Marke knackte. Heuer steht diese Zahl schon bei 23 – und das Ende Juli.
Freitag wird der heißeste Tag mit bis zu 39 Grad. Dann bleibt es bis zu 35 Grad heiß. Weiter steigen können die Temperaturen kommenden Donnerstag.

Ubimet-Meteorologe Steffen Dietz
Bild: Ubimet
Hoch „Olaf“ machte den Weg für die Hitze frei
„Der Freitag ist der heißeste Kandidat für einen neuen Temperaturrekord in Salzburg“, sagt Ubimet-Meteorologe Steffen Dietz zur „Krone“. Danach geht es ähnlich weiter: „Hoch ,Olaf‘, das schon etwas östlich von uns ist, hat den Weg für die große Hitze frei gemacht. Aber: Luftmassen über Deutschland machen das Wetter instabil.“
Dadurch sind weitere Hitzegewitter in den kommenden Tagen möglich, die vor allem in den Bergen heftig ausfallen können: „Die Hauptgefahr geht hier von Starkregen aus. Das kann auch lokale Überschwemmungen bringen“, so Dietz.
Entspannung bei der Trockenheit bringen aber auch diese Ereignisse kaum. Im Bundesland Salzburg fehlen heuer mit Stand Ende Juli bereits 74 Prozent an Wasser. „Es ist ausgesprochen trocken. Die Grundwasserstände sind überall im roten Bereich. Selbst in Zell am See ist dieser rekordverdächtig niedrig“, so Dietz.
Landesgeologe Gerald Valentin ordnet die Situation ein: „Es ist unmöglich, vorherzusagen, wann, wo und mit welcher Intensität die Gewitter und Starkregen auftreten. Aber ja, es gibt eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Muren oder Überschwemmungen.“
Neben Unwettern beschäftigen die Feuerwehren derzeit Blitzeinschläge und die sehr hohe Waldbrandgefahr. Floriani in Großarl rückten mit Hubschrauberunterstützung am Mittwochabend zu einem brennenden Baum auf 1700 Metern aus. Dieser flammte am Donnerstag neu auf.
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