„Krone“-Bewertung

Der Weg zum Titel führt über Red Bull Salzburg

Sport
31.07.2026 05:00

Beim FC Red Bull Salzburg üben sich die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Marcus Mann in Zurückhaltung, in der „Krone“-Bundesliga-Bewertung zeigt sich aber: Der ehemalige Serienmeister hat gute Chancen, sich erstmals seit 2023 wieder die Krone aufzusetzen. Im Kampf um das Meister-Play-off wird es ebenso eng wie in jenem um das sportliche Überleben.

Dreimal in Folge ging Salzburg zuletzt bei der Meisterfrage leer aus. Der Stachel sitzt tief, zumal die Bullen stets als Favorit in die Saison starteten. Ist der Titel nach dieser Durststrecke umso mehr Pflicht in dieser Saison? „Von eurer Seite ist das immer Pflicht“, scherzte Sport-Geschäftsführer Marcus Mann. Er selbst will „voller Demut“ an die Sache herangehen, aber auch „mit großem Selbstbewusstsein. Die Meisterschaft hat absolute Priorität in diesem Jahr.“

In der „Krone“-Bewertung zeigt sich, dass die Bullen sich berechtigterweise Chancen ausrechnen können, den Meisterteller zurück an die Salzach zu holen. Mit 31 Punkten liegt der Ex-Serienmeister an der Spitze. Einzig im Tor (vier von sechs Punkten) gibt’s Luft nach oben.

Salzburgs Titelkampf: LASK und Sturm als größte Rivalen
Das liegt nicht an fehlendem Talent, sondern an (noch) mangelnder Erfahrung von Chris Zawieschitzky (19) und der andauernden Suche nach einem Ersatztorhüter. Schärfste Verfolger der Salzburger sind Titelverteidiger LASK und Vizemeister Sturm Graz. Wobei bei den Linzern unklar ist, ob Didi Kühbauer bleibt, zudem muss ein Stürmer her.

Die Grazer brauchen einen Knipser, wollen sie wieder ein Wörtchen um die Bundesliga-Krone mitspielen. Dichtes Gedränge herrscht im Mittelfeld der Liga, dem Rapid, Hartberg, die Wiener Austria und der WAC angehören. Mindestens einer der genannten Klubs wird vermutlich das Meister-Play-off verpassen.

Ein Gemetzel droht auch einmal mehr, wenn es um das sportliche Überleben geht. Aufsteiger Austria Lustenau tut sich beim Toreschießen noch redlich schwer, ist aber in der Führung gut aufgestellt. Altach darf sich nicht allzu viele Ausfälle erlauben, da der Kader in der Breite nicht allzu gut aufgestellt ist.

Hier gibt‘s alle Bewertungen in der Slideshow:

Gelingt dem GAK ein besserer Start als im Vorjahr, sollte er den Klassenerhalt diesmal früher unter Dach und Fach bringen. Eng könnte es für die WSG Tirol werden, sollten die Verantwortlichen den Kader nicht rasch in der Breite verbessern. So werden zum Start zahlreiche Amateurspieler die Bank auffüllen.

Auch in Ried gibt es einige Fragezeichen – das größte ist Trainer Mario Despotovic. Schlägt der Kroate ein, sollten die Innviertler das Abstiegsgespenst allerdings frühzeitig vertreiben können.

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