Jenseits der 30 Grad

„Bei Hitze trinke ich sechs Liter Wasser pro Tag“

Salzburg
23.06.2026 09:00

Schon seit Tagen schlagen die Thermometer auch in Salzburg jenseits der 30 Grad Celsius aus. Besonders hart trifft das vor allem all jene, die bei dieser Hitze im Freien arbeiten müssen. Die „Krone“ hat sich umgehört – von Bauarbeitern über Kellner bis hin zu Dachdeckern. 

Heiß, heißer, Juni und kein Ende in Sicht! Noch bis mindestens Anfang Juli bleiben die Temperaturen richtig hoch, am Wochenende kann sogar der 40er geknackt werden. Toll für jene, die frei haben und sich gemütlich ins kühle Nass stürzen oder im Wald abkühlen können. Doch was machen jene, die in der Hitze arbeiten müssen? Die „Krone“ hat direkt bei den Menschen nachgefragt.

Bademeister Marco Göhrmann findet seinen Arbeitsplatz Weltklasse. Ihm kann es nicht warm genug ...
Bademeister Marco Göhrmann findet seinen Arbeitsplatz Weltklasse. Ihm kann es nicht warm genug sein.(Bild: Kerstin Jönsson)

Einig sind sich alle dabei, dass viel getrunken werden muss. „Bei mir sind das sechs Liter pro Tag“, erzählt Bauarbeiter Srdjan Ivkic in der Stadt Salzburg. Vor allem mittags und am Nachmittag geht es für kurze Pausen immer wieder in den Schatten. Das für die Baustelle nötige Wasser hilft auch den Arbeitern: „Da können wir uns ein bisschen anspritzen und abkühlen.“

Bauarbeiter Srdjan Ivkic kühlt sich zwischendurch mit Wasser aus dem Schlauch ab.
Bauarbeiter Srdjan Ivkic kühlt sich zwischendurch mit Wasser aus dem Schlauch ab.(Bild: Markus Tschepp)

„In den Bergen kühlt es zumindest in der Nacht ab“
Ohne Schatten muss Willi Aigner auskommen. Er ist Dachdecker in St. Michael im Lungau und sagt: „Wir freuen uns über jede Wolke, die kommt. Am Abend geht es für mich ins kalte Wasser“, erzählt Aigner. Sehr wertvoll sei für ihn, dass es im Lungau zumindest in der Nacht stark abkühlt.

Dachdecker Willi Aigner freut sich darüber, wenn ihm Wolken vorübergehend etwas Schatten ...
Dachdecker Willi Aigner freut sich darüber, wenn ihm Wolken vorübergehend etwas Schatten bringen.(Bild: Roland Holitzky)

Ähnlich sieht das Johann Bliem, Bauer in Muhr: „Gott sei Dank ist es bei uns nicht so heiß wie in der Stadt.“ Das Wetter selbst sei für Arbeiten in der Landwirtschaft eigentlich ganz gut und müsste ausgenützt werden, aber: „Wenn möglich, erledige ich das gleich in der Früh oder dann erst am Abend.“ Am Tag sei es dafür fast zu heiß. Glücklicherweise habe er in seinem Traktor eine Klimaanlage.

Bauer Johann Bliem arbeitet wenn möglich gleich in der Früh oder am Abend.
Bauer Johann Bliem arbeitet wenn möglich gleich in der Früh oder am Abend.(Bild: Roland Holitzky)

In der Stadt Salzburg freut sich Kellnerin Lara Moises darüber, dass sie am Kajetanerplatz zumindest Wind und Schatten hat: „Wir würden uns aber über mehr Grün, wie aktuell am Kapitelplatz, freuen. Und manchmal bringen mir meine lieben Stammgäste sogar ein Eis vorbei.“ Falls es doch zu heiß wird, kann sie sich kurz im Brunnen abkühlen.

Kellnerin Lara Moises freut sich über kurze Abkühlung im Brunnen direkt neben ihrem Arbeitsplatz ...
Kellnerin Lara Moises freut sich über kurze Abkühlung im Brunnen direkt neben ihrem Arbeitsplatz in Salzburg-Stadt.(Bild: Markus Tschepp)

Ähnlich gut hat es derzeit Taxifahrer Reza Smarehkhah. „Ich habe zum Glück ein Hybridauto und kann die Klimaanlage beim Warten am Standplatz eingeschaltet lassen“, sagt er. Bei Kollegen in Elektroautos sei das gleich. Taxifahrer, die Verbrenner fahren, müssten aktuell ordentlich schwitzen.

Umso glücklicher über die Hitze ist hingegen Marco Göhrmann: „Mir kann es auch bei der Arbeit nicht warm genug sein.“ Kein Wunder, ist er doch als Bademeister in Lofer im Einsatz. „Bei diesem Wetter ist das für mich einfach der beste Arbeitsplatz auf der ganzen Welt.“ 

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