Für 900 Einrichtungen

30 Grad und mehr: Land aktiviert Hitzeschutzplan

Kärnten
29.07.2026 14:02

Die Temperaturen steigen wieder über 30 Grad Celsius, auch in den Nächten bleibt es warm. Daher wurde der Hitzeschutzplan des Landes für rund 900 Einrichtungen aktiviert.

Während jüngst verkündete Förderungen dafür sorgen sollen, dass es in den Kärntner Heimen zumindest einen klimatisierten Raum gibt, muss das Land auf die aktuelle Hitzewelle reagieren.

Maßnahmen für gefährdete Gruppen
Für rund 900 Einrichtungen gilt ab jetzt der Hitzeschutzplan. Damit greifen für Pflegeheime, Krankenhäuser, Rettungsdienste und Kinderbetreuungseinrichtungen konkrete Schutzmaßnahmen – schließlich sind dort besonders gefährdete Gruppen betroffen.

„Hitzewarnungen sind kein Alarmismus“, betont die zuständige Landesrätin Beate Prettner. „Sie sind ein Zeichen von Verantwortung. Vielleicht nicht für alle spürbar – aber für viele lebenswichtig.“ Der Plan enthält spezielle Merkblätter für unterschiedliche Zielgruppen, etwa für Säuglinge, pflegende Angehörige, Haustierhalter und medizinisches Personal.

Zitat Icon

Hitzebelastung wird von den Menschen sehr häufig unterschätzt und schon einzelne heiße Tage können das Gesundheitsrisiko deutlich erhöhen.

Beate Prettner, Landesrätin

In den kommenden Tagen wird die 30-Grad-Grenze deutlich überschritten – auch in den Nächten sollen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen. Das erschwert die nächtliche Erholung sehr. Kurzfristige Gewitter werden nur für eine vorübergehende Abkühlung sorgen. Erst ab nächsten Donnerstag könnten die Temperaturen wieder erträglicher werden.

Tipps von der Österreichischen Gesundheitskasse
Auch seitens der Österreichischen Gesundheitskasse wird auf die Hitzewelle reagiert. „Wer gesundheitliche Beschwerden oder Fragen zum richtigen Verhalten bei Hitze hat, findet bei unseren Vertragspartnerinnen und -partnern und in den Gesundheitszentren rasch kompetente Unterstützung“, verspricht der ÖGK-Generaldirektor Bernhard Wurzer. „Sofern nicht notwendig, verzichten Sie an diesen heißen Tagen auf persönliche Wege, viele Versichertenanliegen können bequem auch digital erledigt werden.“

Die ÖGK gibt auch praktische Tipps für die Hitze: regelmäßig Wasser oder ungesüßte Getränke (bis zu drei Liter) trinken; direkte Sonnenbestrahlung möglichst vermeiden; Wohnräume kühl halten, morgens und abends lüften; körperliche Aktivitäten auf Morgen oder Abend verlegen.

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