Weiße Esel, auch Barockesel genannt, sind eine alte Haustierrasse und seit Mitte der 1990er-Jahre im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel zuhause. Jetzt gibt es Nachwuchs.
Weltweit gibt es nur mehr rund 300 Tiere – ein wichtiger Zuchtpartner und Bewahrer dieser alten Haustierrasse ist der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Die seltenen Tiere, auffällig sind vor allem die wasserblauen Augen, leben seit Mitte der 1990er Jahre hier.
Die Herde, die heute rund 25 Tiere umfasst, ist vor allem im Sandeck bei Illmitz zu Hause – und hat seit Kurzem einen neuen kleinen Star. „Anna“ wurde am 26. Juli im Sandeck geboren und ist brav immer in der Nähe ihrer Mama. „Wer die Kleine sehen möchte, ist ein gerne gesehener Gast“, heißt es auch seitens der Verantwortlichen des Nationalparks. Eine Bitte hat man allerdings: Bitte respektvollen Abstand halten und die Tiere nicht füttern! Das kann nämlich zu Koliken und damit schlimmstenfalls zum Tod der Tiere führen.
Besondere Esel mit der Lizenz zum Pflegen
Die Weißen Esel sind aber nicht nur schön anzusehen, sie leisten auch wichtige Naturschutzarbeit: durch Tritt und Verbiss halten sie die Vegetation kurz und verhindern das Überhandnehmen von Büschen und Bäumen. Durch ihre ausgedehnten Sandbäder schaffen sie zusätzlich offene Bereiche und damit wertvollen Lebensraum für seltene sandbewohnende Insekten.
Übrigens: Im Nationalpark kann man auch noch Mangalitzaschweine, Graurinder und Zackelschafe bewundern. Auch sie gehören zu den alten Haustierrassen.
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