101 Jugendliche können ihre Ausbildung im BUZ fortsetzen. Die Wirtschaftskammer spricht von „Etikettenschwindel“.
Für die 101 Jugendlichen aus Eisenstadt und Neusiedl steht eine Übergangslösung fest. Wie das AMS Burgenland mitteilte, wird die überbetriebliche Lehrausbildung in den kommenden zehn Wochen im BUZ Neutal fortgesetzt. Ab 12. Oktober sollen die Lehrgänge nach Abschluss der laufenden Ausschreibung wieder in Eisenstadt und Neusiedl starten. „Unser wichtigstes Ziel ist es, den Jugendlichen eine möglichst lückenlose Lehrausbildung zu ermöglichen“, sagt AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl.
Interimsvergabe gestoppt
Der Übergangslösung war ein monatelanger Vergabestreit vorausgegangen. Wie berichtet, hob das Landesverwaltungsgericht die ursprüngliche Vergabe des Landes auf. Eine Ausschreibung des AMS wurde wegen eines Formalfehlers zurückgezogen, eine geplante Interimsvergabe nach einem Nachprüfungsantrag der Wirtschaftskammer gestoppt.
Mit der nun präsentierten Lösung ist der Konflikt, geht es nach WK-Direktor Harald Schermann, nicht beendet.
Möglicher „Etikettenschwindel“
Aus Sicht der Wirtschaftskammer könnte die nun gewählte Vorgangsweise nämlich der einstweiligen Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts widersprechen. „Wir werden das juristisch prüfen“, kündigt Schermann an und erklärte zudem, dass das BUZ nach Auffassung der Kammer auf Strukturen des bisherigen Anbieters – dem BFI – zurückgreife. Er sprach von einem möglichen „Etikettenschwindel“.
Die Wirtschaftskammer habe dem AMS erst am Freitag eine rechtskonforme Übergangslösung vorgeschlagen, darauf aber keine Antwort erhalten.
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