Zugangscodes verraten

Falscher Bankberater zweigte 67.000 € vom Konto ab

Burgenland
26.07.2026 09:00

Skurrile Blüten treiben die Methoden dreister Betrüger, die sich als Bankmitarbeiter ausgeben und das blinde Vertrauen ihrer Opfer geschickt ausnutzen. Diese neuen Fälle häufen sich, oft ist der Schadensbetrag fünfstellig.

Cyber-Kriminelle lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen, um an das Geld sparsamer Bürger zu gelangen. Derzeit starten unbekannte Täter Rundrufe und geben sich als Bankmitarbeiter aus. Höflich, aber bestimmend behauptet der vermeintliche Kundenbetreuer, dass auf dem Konto des Opfers verdächtige Buchungen aufgefallen seien und daher rasch gehandelt werden müsse.

Gutgläubiges Opfer machte es dem Täter leicht
Als einer der Ersten ist ein Mann aus dem Bezirk Güssing in die Falle getappt. „Falls die Überweisungen und Abbuchungen nicht von Ihnen selbst vorgenommen wurden, müssen wir die Aufträge sofort stornieren“, hatte der „Kundenberater“ am Telefon zum Schein vorgewarnt. Die (vorgetäuschten) Angaben bereiteten dem Kontoinhaber ernste Sorgen. Im blinden Vertrauen auf den angeblichen Bankmitarbeiter teilte der Burgenländer seine Zugangsdaten für das Online-Banking mit. Danach waren dem Täter jedoch Tür und Tor geöffnet.

Neue Abbuchungen statt Stornierungen
Schritt für Schritt ließ er das Opfer eine angeblich dringend notwendige Auftragsstornierung nach der anderen durchführen, doch tatsächlich bestätigte der Kontoinhaber eine ganze Serie an neuen Abbuchungen von seinem verfügbaren Geld. In Summe zog der falsche Bankberater mit diesem Trick mehr als 67.000 Euro ein.

Als das dreiste Finanzdesaster aufgeflogen ist, blieb dem Opfer nur noch eine Anzeige in der nächsten Polizeidienststelle. Ermittelt wird seither auf Hochtouren wegen schweren Betrugs.

Der Betrug beginnt schon beim „Caller ID Spoofing“
Ähnliche Fälle wurden in der vergangenen Woche aus halb Österreich gemeldet. Gefälscht sind meist schon die Telefonnummern, die auf dem Display der Handys der Opfer zu sehen sind – Stichwort „Caller ID Spoofing“.

„Oft stellt sich der Täter mit dem Namen eines tatsächlichen Bankmitarbeiters vor, der auf der offiziellen Webseite eines Geldinstituts abrufbar ist“, gibt ein Ermittler zu bedenken.

Dringender Appell an alle Kunden: „Geben Sie niemals vertrauliche Informationen wie PIN- oder Aktivierungscodes am Telefon weiter!“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

17° / 30°
Symbol wolkig
15° / 30°
Symbol stark bewölkt
15° / 30°
Symbol wolkig
17° / 31°
Symbol wolkig
16° / 30°
Symbol stark bewölkt
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung