Keine UVP nötig

224 neue Betten: Rudolfshütte darf ausbauen

Salzburg
23.11.2025 19:00

Für den Ausbau des Berghotels in Uttendorf ist keine Umweltprüfung notwendig. Daher kann Besitzer Wilfried Holleis nach der Wintersaison starten. Verkaufen will er das Hotel aber trotzdem und sucht Investoren.

Im Genehmigungsverfahren zum Ausbau der Rudolfshütte in Uttendorf hat es keine Einsprüche innerhalb der sechswöchigen Frist gegeben. Damit ist klar, dass keine Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt nötig ist. Schon im kommenden Jahr, unmittelbar nach der Wintersaison, sollen die Arbeiten beginnen. 224 neue Betten werden bei dem Berghotel auf 2315 Metern Seehöhe entstehen. Insgesamt werden es dann 576 sein.

Es gibt laut Hotel zu wenige Tagesskigäste
„Nur so haben das Hotel und das Skigebiet eine Zukunft“, berichtet ein Sprecher von Hotelier Wilfried Holleis. Denn die lange Anreise durch das Tal schreckt die Tagesgäste ab. Daher ist man auf die Hotelgäste angewiesen, die auch mehrere Nächte bleiben und die Lifte nützen. Rein die Liftanlagen sind seit langem defizitär. Daher wollte Holleis bereits vor der Wintersaison 2024/25 die Reißleine ziehen und eigentlich gar nicht mehr öffnen. Einen Winterbetrieb hat es dann doch noch gegeben.

Die Liftanlagen sind nicht rentabel.
Die Liftanlagen sind nicht rentabel.(Bild: Weißsee Gletscherwelt)

Auflagen zum Schutz von Tieren und Natur 
Und dieser scheint mit der Genehmigung des Ausbaus für die Zukunft gesichert. Einige Punkte müssen aber noch umgesetzt werden. Zum Schutz der Vögel müssen die Fenster mit Folien beklebt werden, um zu verhindern, dass die Tiere gegen die Scheiben krachen. Auch bei der Beleuchtung wird es Einschränkungen geben. Im Sommer gilt für Wanderer die Pflicht, nur gekennzeichnete Wege zu benützen. „Das wird natürlich alles erfüllt“, heißt es aus dem Unternehmen.

Genehmigung gab es erst im zweiten Anlauf 
Gegen einen früheren Bescheid hatte die Salzburger Landesumweltanwaltschaft wegen des Baus im Hochgebirge Einspruch eingelegt. Holleis ging sogar vor Gericht, zog dort dann aber entnervt seinen Antrag wieder zurück. Jetzt dürfte es seitens der Umwelthüter keine Einwände mehr gegeben haben. Was sich nicht geändert hat, ist die Tatsache, dass Holleis weiterhin sein Berghotel verkaufen will. Die Chancen darauf haben sich durch den Ausbau deutlich erhöht. F. Roittner

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