Ein betrügerischer Telefonanruf eines falschen Bankmitarbeiters, ein gefälschtes Park-SMS, vermeintliche Krypto-Gewinne, die sich schnell in Luft aufgelöst haben und Online-Jobs, die alles andere als lukrativ waren: Mit raffinierten Täuschungsmanövern haben Kriminelle gleich vier Menschen in Tirol um teils hohe Geldbeträge gebracht.
Eine 40-jährige Österreicherin aus dem Bezirk Kitzbühel erhielt am Mittwochnachmittag einen Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters. Der bislang unbekannte Täter behauptete, ihre Banking-App sei gehackt worden.
Mehr als Tausend Euro futsch
„Um ihr Konto angeblich zu sichern, brachte er die Frau dazu, mehrere Überweisungen auf fremde Konten durchzuführen“, heißt es seitens der Polizei. Dadurch entstand ein Schaden im niedrigen vierstelligen Eurobereich. Ein weiterer Betrugsversuch über eine andere App scheiterte. Die Polizeiinspektion Westendorf hat die Ermittlungen aufgenommen.
Fake-Parkgebühr als Lockmittel
Nur einen Tag später tappte auch eine 46-jährige Frau im Bezirk Imst in die Falle von Cyberkriminellen. Sie erhielt am Donnerstagvormittag eine SMS, in der eine angeblich noch offene Parkgebühr eingefordert wurde. Über den darin enthaltenen Link wurde sie zu einer Zahlungsfreigabe verleitet. Statt der vermeintlichen Parkgebühr wurde jedoch ein niedriger dreistelliger Eurobetrag auf ein ausländisches Konto überwiesen. Weitere Abbuchungsversuche erkannte die Bank rechtzeitig und blockierte sie.
Trügerische Scheingewinne
Besonders teuer wurde es für eine 37-jährige Innsbruckerin. Zwischen Anfang April und Mitte Juli investierte sie über eine vermeintliche Online-Tradingplattform immer höhere Summen in Kryptowährungen. Anfangs wurden ihr Scheingewinne angezeigt, wodurch sie zu weiteren Einzahlungen verleitet wurde. Als sie schließlich ihren angeblichen sechsstelligen Gewinn auszahlen lassen wollte, verlangte eine angebliche Beraterin zunächst Steuern in fünfstelliger Höhe. „Die Frau lieh sich das Geld und überwies es“, so die Ermittler. Erst als anschließend nochmals mehrere tausend Dollar gefordert wurden, erkannte die 37-Jährige den Betrug.
Geld verloren statt Provisionen kassiert
Auch im Bezirk Lienz tappte eine 52-Jährige in die Falle von Internetbetrügern. Über eine Werbeanzeige wurde ihr eine einfache Verdienstmöglichkeit mit hohen Provisionen versprochen. Um angeblich lukrativere Aufträge freizuschalten, überwies sie mehrfach Geld auf ausländische Konten. Insgesamt verlor sie dabei einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag. Die versprochenen Provisionen oder eine Rückzahlung erhielt sie nie.
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