Sieben Alarm-Fälle

Verdächtige Wetten! FIFA verschwieg Warnhinweise

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Von krone Sport

Laut eines internationalen Beratungsgremiums hat es während der am Sonntag zu Ende gegangenen Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko sieben Hinweise auf potenzielle Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Wetten gegeben. Die FIFA hat die Warnhinweise bisher verschwiegen und spielt die verdächtigen Aktivitäten auch jetzt hinunter. 

Das internationale Netzwerk „Group of Copenhagen“, das zur Bekämpfung der Manipulation von Sportwettkämpfen vom Europarat gegründet wurde, hat bei der Überwachung der insgesamt 104 Spiele laut einer Pressemitteilung sieben gelbe Hinweise ausgesprochen.

Ein gelber Hinweis tritt laut Definition dann in Kraft, wenn erste Anhaltspunkte auf mögliche Unregelmäßigkeiten hindeuten, die eine weitere Prüfung erfordern. Die „Group of Copenhagen“ definiert in ihrem Farbsystem noch zwei schwerwiegendere Kategorien: Orange für eine erhöhte Alarmbereitschaft bei konkreten Hinweisen und Rot für höchste Alarmbereitschaft bei eindeutigen oder zumindest sehr starken Belegen. Der Normalfall wird mit Grün bewertet. Der Mitteilung zufolge wurden keine orangen oder roten Hinweise verhängt.

(Bild: AFP/FRANCK FIFE)

Laut FIFA keine Hinweise auf verdächtige Wettaktivitäten
Der Fußball-Weltverband FIFA hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die FIFA-Integritätsarbeitsgruppe auf Grundlage der während des gesamten Turniers erhobenen und analysierten Informationen „weder verdächtige Wettaktivitäten noch Anzeichen für Spielmanipulationen im Zusammenhang mit irgendeiner Partie“ festgestellt habe. Dank der engen Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe, der unter anderem auch die „Group of Copenhagen“ angehörte, hätten „potenzielle Hinweise auf Spielmanipulationen sowie etwaige Maßnahmen fachkundig, koordiniert und rasch beurteilt werden“ können, ergänzte die FIFA in ihrer Erklärung.

Laut der „Group of Copenhagen“ habe die Ausweitung der WM auf 48 Mannschaften „verstärkte Überwachungsmaßnahmen“ erfordert. Im Mittelpunkt der Arbeit standen Wettmärkte, Quotenentwicklungen und die Entfernung von Wettangeboten.

„Neue Herausforderungen“
Zum ersten Mal sei auch eine kontinuierliche Überwachung von Prognosemärkten durchgeführt worden. Im Unterschied zu klassischen Wettbüros agiert die Plattform dabei nur als Makler und führt Käufer und Verkäufer mit gegensätzlichen Erwartungen an ein Ereignis zusammen. „Diese Märkte stellen neue Herausforderungen für die Integrität dar, da sie es Nutzern ermöglichen, auf eine Vielzahl von Ereignissen zu wetten – oft anonym und unter Verwendung schwer nachverfolgbarer Zahlungsmethoden“, ließ die „Group of Copenhagen“ wissen.

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