Extrem hohe Kosten

Italien: Tausenden Hunden droht Leben im Tierheim

Ausland
23.07.2026 12:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mehr als 14.000 Hunde könnten langfristig oder sogar lebenslang in italienischen Tierheimen bleiben. Die Hauptgründe: das Aussetzen von Tieren in der Ferienzeit, unkontrollierte Privatzucht, Online-Handel und mangelnde Grundkenntnisse vieler Halter.

Einem aktuellen Bericht zufolge, der sich auf die Lage in 221 Gemeinden stützt, fanden im Jahr 2025 mehr als zwei von zehn Hunden, die in kommunale Tierheime aufgenommen wurden, kein neues Zuhause. Katzen, Reptilien, Nagetiere oder Vögel wurden im Bericht nicht berücksichtigt.

Kosten bis 2550 Euro
Die Folgen seien nicht nur für die Hunde schwerwiegend, sondern auch für die öffentliche Hand kostspielig. Die Unterbringung eines Hundes in einem Tierheim verursache durchschnittlich Kosten zwischen 1300 und 2550 Euro.

Der Verband fordert einen nationalen Fonds für grundlegende tiermedizinische Versorgung, eine Senkung der Mehrwertsteuer auf tierärztliche Leistungen – von 22 auf zehn Prozent –, sowie eine bessere Vernetzung von Tierregister, Gesundheits- und Sozialdiensten. 

Mit dem nationalen Preis „Animali in Città“ („Tiere in der Stadt“) zeichnet Legambiente zudem Gemeinden aus, die sich besonders für den Umgang mit Tieren engagieren. An der Spitze stehen San Giovanni in Persiceto bei Bologna und Modena, die als einzige Städte die höchste Bewertungsstufe erreichten. Dahinter folgen Piacenza und Bozen. Unter den Großstädten belegte Neapel einen Spitzenplatz.

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