„Leider ging das mit Semmering in die Hose“ – diese Worte hallten am Mittwochabend durch die Lautsprecher des Railjet 1152 am Weg nach Graz. Kurz zuvor war der Zug durch den Bahnhof Semmering gerauscht – ohne planmäßig anzuhalten. Fahrgäste blieben teils verwundert, teils verärgert zurück. Die ÖBB entschuldigen sich für die Unannehmlichkeiten.
Der Railjet 1152 war am Mittwochabend von Wien-Meidling Richtung Graz unterwegs. Am Bahnhof Semmering war ein Halt um 21.39 Uhr geplant. Mit kleiner Verspätung erreichte der Zug die Haltestelle um 21.46 Uhr. Der Railjet blieb jedoch nicht stehen, sondern fuhr einfach weiter. Verdutzt blieben die wartenden Fahrgäste am Bahnhof zurück. Jene, die am Semmering aussteigen wollten, wurden kurzerhand zu einer unfreiwilligen Weiterfahrt nach Mürzzuschlag verdonnert.
„Manchmal passieren halt Hoppalas“
Es folgte die saloppe Durchsage einer Zugbegleiterin: „Leider ging das mit Semmering in die Hose.“ Nachsatz: „Manchmal passieren halt Hoppalas.“ Eine weitere Erklärung blieb aus.
Auf Anfrage konnten die ÖBB den Vorfall am Donnerstag aufklären. „Der RJ 1152 ist bedauerlicherweise ohne Halt durchgefahren, da der Triebfahrzeugführer den Halt in Semmering im Buchfahrplan übersehen hat“, so Daniel Pinka, Pressesprecher der ÖBB. Der Mann bedauere die entstandenen Unannehmlichkeiten sehr, heißt es dazu weiter.
Der Triebfahrzeugführer bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten sehr und wir bitten die betroffenen Fahrgäste um Entschuldigung.
Daniel Pinka, Pressesprecher der ÖBB
Betroffene Fahrgäste konnten jedenfalls beim nächsten Halt in Mürzzuschlag aussteigen und mit dem nächsten Zug Richtung Wien um 22.06 Uhr zurück zum Bahnhof Semmering fahren.
Jene Fahrgäste, die am Bahnhof auf den Railjet warteten, um Richtung Graz zu fahren, mussten jedoch knapp zwei Stunden auf den nächsten Zug warten ...
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