Die Hitzewelle bringt nicht nur Menschen ins Schwitzen, sie sorgt auch für immer mehr Notfälle in der Tierwelt. Im Tierheim schlägt man nun Alarm: Es fehlt an Helfern für die vielen Transport- und Rettungseinsätze.
Ob verletzte Greifvögel, aus dem Nest gefallene Jungvögel oder verwaiste Hasen: Das Tierheim Krems zählt zu den wenigen Tierheimen, die auch Rettungseinsätze für Wildtiere in Niederösterreich übernehmen. Während viele Tiere direkt in spezialisierte Wildtierstationen oder zu Tierärzten gebracht werden, werden andere von den Mitarbeitern versorgt und später wieder in die freie Wildbahn entlassen.
Jungvögel springen aus heiße Nester
Die anhaltende Hitzewelle verschärft die Situation zusätzlich. „Da die Temperaturen in den Vogelnestern unerträglich geworden sind, springen viele Jungvögel in ihrer Verzweiflung aus den Nestern und bleiben am Boden liegen. Unser Notruftelefon läutet derzeit bis zu zehnmal täglich“, schildert Andrea Specht vom Tierheim Krems.
Mehrere Einsätze, weite Strecken
Die zahlreichen Einsätze bringen das Tierheim zunehmend an seine Grenzen. „Oft sind es mehrere Einsätze an einem Tag und nicht selten weite Strecken. Wenn etwa ein verletztes Wildtier im Bezirk Gmünd abzuholen ist und anschließend in eine Wildtierstation gebracht werden muss, fehlt uns nicht selten ein Mitarbeiter einen halben Tag. Wir bitten deshalb dringend um Unterstützung bei Abholfahrten“, appelliert Specht.
Gesucht werden Tierfreunde aus den Bezirken Gmünd, Waidhofen an der Thaya, Zwettl, Horn und Melk, die Transporte übernehmen können. Auch über die Hilfe von tierschutzaffinen Jägern würde man sich sehr freuen. „Manchmal werden uns auch Jungtiere wie Rehe oder Hasen gemeldet, bei denen wir telefonisch nicht abschätzen können, ob sie tatsächlich Hilfe brauchen. Dann ist es eine große Erleichterung, jemanden vor Ort um Nachschau bitten zu können“, erklärt Specht.
Wer helfen möchte, kann sich beim Tierheim Krems per E-Mail an buero@tierheim-krems.at oder telefonisch unter 02732/84720 melden.
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