In den USA und Deutschland sind Waren aus Niederösterreich weniger gefragt. Hoffnungen für die Zukunft setzt die blau-gelbe Wirtschaftspolitik auf Handelsabkommen, Rüstungsgüter und den Wiederaufbau in der Ukraine.
Gerne betonen Landespolitiker, dass Exporte eine der Säulen des Wohlstands in Niederösterreich sind. Nun beginnt diese Säule abzubröckeln – und das bereits zwei Jahre hintereinander. Denn nach einem herben Minus von mehr als fünf Prozent im Jahr 2024, weist auch die Exportbilanz für 2025 rote Zahlen aus. Waren um 28,34 Milliarden Euro haben heimische Betriebe im vergangenen Jahr in alle Welt ausgeführt. Damit ist der Exportwert abermals um 1,1 Prozent oder 310 Millionen Euro gesunken.
Dickes Minus in USA
„Das zeigt, wie stark geopolitische Krisen und Handelskonflikte unsere Unternehmen belasten“, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker. Deutschland als wichtigster Handelspartner hat um 3,3 Prozent weniger Waren aus Niederösterreich importiert. Die Ausfuhren in die USA brachen um 17,9 Prozent ein. Ein leichtes Plus war indes bei Exporten nach Ungarn, Italien, Tschechien und Polen zu verzeichnen.
Aufrüstung und Wiederaufbau
Ecker und Industrie-Boss Kari Ochsner setzen Hoffnungen in neue Handelsabkommen der EU, etwa mit Indien. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, in der Landesregierung für das Wirtschaftsressort zuständig, fordert einfachere Exportbestimmungen für Rüstungsgüter: „Wenn Europa Milliarden in Sicherheit investiert, muss unsere Wirtschaft davon profitieren.“ Alle drei wiederum orten großes Export-Potenzial beim Wiederaufbau in der Ukraine.
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