Totalabsturz überlebt. Jetzt ist es auch schon wieder fast zwei Jahre her, dass die langjährige Kanzler-Partei SPÖ unter Andreas Babler, der im Wahlkampf vollmundig von Platz 1 geträumt hatte, eine krachende Niederlage erlitt: Mit knapp 21 nach zuvor 27 Prozent stürzten die Sozialdemokraten im September 2024 auf Platz 3 ab. So ein historisch schlechtestes Ergebnis für die Roten bei Nationalratswahlen überlebt kein Spitzenkandidat - außer er heißt Babler. Ist man Chef einer total zerstrittenen, ja zerrütteten Partei, wird man außerdem noch von einflussreichen Parteigranden diskret gestützt, und fehlt zudem ein attraktiver und ehrgeiziger Herausforderer (oder eine Herausforderin), dann überlebt man auch so einen Totalabsturz und wird danach sogar Vizekanzler.
Babler fest im Sattel? Es kann ja, dachte man sich nach der Bildung der türkis-rot-pinken Regierung im März des Vorjahres, für die Sozialdemokratie nur noch besser werden. Grob getäuscht! Es kann, wie die SPÖ und Babler beweisen, sogar noch viel schlimmer kommen. Das 21-Prozent-Ergebnis, dieses Fiasko von 2024, ist heute nur noch unerreichbarer Traum wie damals Platz 1. Heute wäre selbst schon die ÖVP (aktuelles Ergebnis in der IFDD-Umfrage für die „Krone“: 20 Prozent) mit so einem Resultat zufrieden. Für die SPÖ geht es unterdessen von Umfrage zu Umfrage ungebremst nach unten. Mit den aktuellen nur noch 15 Prozent wackelt sogar Platz 3. Aber Babler sitzt fest im Sattel – oder?
Kommen Sie gut durch den Sonntag!
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.