Eine hochalpine Tour in den Ötztaler Alpen in Tirol endete für eine fünfköpfige Gruppe am Samstag in einer Tragödie. Die Alpinisten hatten die Wildspitze, den zweithöchsten Berg Österreichs, bestiegen. Beim Abstieg stürzte einer der Teilnehmer der geführten Tour in den Tod.
Geführt von einem 36-Jährigen Trainer des Deutschen Alpenvereins war die fünfköpfige Gruppe Samstag vom Taschachhaus Richtung Wildspitze gestartet. Den Gipfel des rund 3770 Meter hohen Berges zwischen Ötztal und Pitztal hat die Gruppe ohne Probleme erreicht.
Mann verlor das Gleichgewicht
Doch beim Abstieg über den Südwestgrat passierte gegen 10.45 Uhr das Unglück. Die Gruppe stieg ohne Seil ab. „Auf einer Höhe von 3700 Metern verlor ein als dritter in der Gruppe gehender 63-jähriger Deutscher aus bislang unbekannter Ursache das Gleichgewicht und stürzte mit dem Rücken voran durch extrem steiles Gelände rund 200 Meter in südliche Richtung ab“, schildert die Polizei den Unfallhergang.
Hilflos mussten die Begleiter den Absturz des Mannes aus Baden-Württemberg mitansehen. Sofort wurde ein Notruf abgesetzt. Doch die Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod des Alpinisten feststellen. Die beim Absturz erlittenen Verletzungen waren zu schwer.
Der Verstorbene wurde mit dem Polizeihubschrauber geborgen. Seine Begleiter stiegen zum Taschachhaus ab und wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut.
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