Eine großflächige Photovoltaik-Anlage am Ufer des Stroms wird doch nicht gebaut. Die Anrainer selbst sind froh darüber, obwohl sie dadurch billigen Strom bekommen hätten.
Eine riesige Photovoltaik-Anlage hätte bei Krummnußbaum, Bezirk Melk, entlang der Donau aufgestellt werden sollen. Nun hat der Verbund das Projekt aber gestoppt – und das, obwohl bereits erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen investiert worden sind, wie der Verbund zugibt.
Die Anrainer dürften über die Projekt-Absage aber erfreut sein. Denn die PV-Paneele hätten auf rund 500 Metern die Sicht auf das Naherholungsgebiet genommen, wie die „Krone“ berichtete. „Damit würde der freie Blick in Richtung Krummnußbaum und Au verschwinden“, wettert ein Anrainer vor Monaten bereits. Denn die Anlage wäre nicht nur 2,2 Meter hoch geworden, auch ein 1,80 Meter hoher Zaun rundherum hätte den beliebten Hügel für Spaziergänger und Winterrodeln zur Verfügung frei gehalten.
Billiger Strom nun Geschichte
Verbund hatte in dem Projekt vorab viel Potenzial gesehen. Denn der Schutzdamm entlang der Donau sei ohnehin eigentlich zum Hochwasserschutz gedacht. Mit den PV-Anlagen und der Gewinnung von Sonnenenergie hätte der Damm einen zusätzlichen wichtigen Nutzen geboten: billiger Strom.
Gekippt sei das Vorhaben nicht zuletzt wegen „erheblichen Herausforderungen, solche Projekte rechtlich genehmigen zu lasen“. Pläne dieser Art wolle man zudem nur umsetzen, wenn vor Ort die Akzeptanz gegeben ist, heißt es beim Enegiekonzern.
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