Die enorm hohen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs hinterlassen ihre Spuren auf dem Automarkt in Tirol. Das geht aus einer Statistik des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) hervor, die kürzlich präsentiert wurde.
Demnach beläuft sich die Zahl der neuzugelassenen E-Pkw hierzulande im ersten Halbjahr auf exakt 3538. „Das sind um 842 bzw. rund ein Drittel mehr als im ersten Halbjahr 2025“, rechnen die Analysten des VCÖ vor, die sich auf Daten der Statistik Austria stützen.
Und sie verdeutlichen: „Sowohl die Anzahl als auch der Anteil von E-Pkw sind im ersten Halbjahr auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 hat sich der E-Pkw-Anteil in Tirol verachtfacht.“
Die erneute Eskalation im Nahen Osten zeigt zum wiederholten Mal, wie wichtig es ist, die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu reduzieren.
VCÖ-Experte Michael Schwendinger
Landeshauptstadt ist Spitzenreiter
Die VCÖ-Experten liefern auch einen Vergleich der Bezirke. Spitzenreiter hinsichtlich des Anteils an E-Pkw ist Innsbruck mit 28,3 Prozent, dicht dahinter liegt der Bezirk Innsbruck-Land mit 28,2 Prozent. „Danach folgen Landeck (27,2 Prozent), Kufstein (25,8 Prozent) und Imst (24,8 Prozent).“
„Muffel“ bei der Nutzung von Elektro-Autos sind unterdessen die Bewohner im Bezirk Reutte. Dort liegt der Anteil an E-Pkw mit 9,5 Prozent am niedrigsten.
„Verbrenner-Aus nicht weiter hinauszögern“
Wie ordnet VCÖ-Experte Michael Schwendinger diese Zahlen ein? „Die erneute Eskalation im Nahen Osten treibt die Erdölpreise wieder in die Höhe und zeigt zum wiederholten Mal, wie wichtig es ist, die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Das Hinauszögern des Verbrenner-Aus bei Neuwagen schafft Verunsicherung, kommt der Bevölkerung letztlich teuer und schadet der Wirtschaft“, meint er.
Die Bundesregierung sei hier gefordert, verstärkte Maßnahmen zu setzen.
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