Vandalenakte in OÖ

„Solche Beschädigungen treffen letztlich uns alle“

Oberösterreich
20.07.2026 10:00

Stinksauer ist die Gemeinde Kirchberg-Thening in OÖ: Vandalen verwüsteten die neu eröffnete Schul- und Sportanlage. Die Verglasung des WC-Containers wurde eingeschlagen, ein Türschließer ausgerissen, auf der Anlage geraucht und ein Brandfleck verursacht, ein Schläger wurde beschädigt, gratis zur Verfügung gestellte Spielgeräte wurden entwendet.

„Mit großer Bestürzung mussten wir feststellen, dass nun auch die neu eröffnete Schul- und Sportanlage Ziel von mutwilliger Zerstörung geworden ist. Auch auf dem Boden wurden deutliche Reifenspuren, vermutlich durch E-Scooter, hinterlassen“, postete Tamara Neuhauser, SPÖ-Vorsitzende und Gemeinderätin, auf Facebook.

Vandalismus zum „Spaß“
Vandalismus zum „Spaß“(Bild: Tamara Neuhauser)

„Es ist besonders enttäuschend, dass eine Anlage, die mit viel Einsatz und öffentlichen Geldern für unsere Kinder, Jugendlichen, Vereine und die gesamte Bevölkerung geschaffen wurde, bereits wenige Wochen nach der Eröffnung derart beschädigt wird.“

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Meine Generation ist noch so erzogen worden, dass man für einen Fehler einsteht. Wenn man einen Blödsinn gemacht hat, dann steht man dazu. So war das. 

Das sagt der Ortschef
Wir sprachen mit Bürgermeister Peter Breitenauer (SPÖ): „Die Anlage ist insgesamt 22.000 Quadratmeter groß. Wir haben sie in den vergangenen Jahren ausgebaut, sie wird auch sehr gut angenommen. Was mich persönlich wahnsinnig ärgert: Ich verstehe, dass einmal etwas schiefgehen kann. Aber meine Generation ist noch so erzogen worden, dass man für einen Fehler einsteht. Wenn man einen Blödsinn gemacht hat, dann steht man dazu. So war das. Aber das ist vorbei. Mittlerweile werden Sportstätten für die Allgemeinheit schon vor der Eröffnung beschmiert. Das war auch in Asten so.“


Von einer Videoüberwachung hält der Ortschef eher wenig: „Das ist schon rein rechtlich schwierig. Und ich glaube auch nicht, dass das die Lösung sein kann.“

Ein Appell an die Vernunft
Die Kirchberg-Theninger SPÖ appelliert an die Vernunft: „Solche mutwilligen Beschädigungen treffen letztlich uns alle. Jede Reparatur kostet Geld, das an anderer Stelle für sinnvolle Projekte in unserer Gemeinde eingesetzt werden könnte. Gemeinsam tragen wir Verantwortung dafür, dass unsere öffentlichen Einrichtungen erhalten bleiben.“

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