Allesamt im Minus. Es bewährt sich doch, sich tunlichst aus allem herauszuhalten – schließlich kann man dann auch nur wenig falsch machen. Und so verteidigt Bundespräsident Alexander Van der Bellen auch im gestern veröffentlichten APA/OGM-Vertrauensindex Platz 1 – mit einem Positivsaldo-Wert von 23 in dieser Umfrage aus den Antworten auf „Habe Vertrauen“ und „Habe kein Vertrauen“. Und das, obwohl, wie jeder weiß, der Ex-Grüne in der Hofburg von vielen Österreichern auch vehement abgelehnt wird. Im neuen Index erreichen überhaupt nur noch drei Politiker einen Positivsaldo, außer Van der Bellen sind das die dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures und ihr SPÖ-Kollege Finanzminister Markus Marterbauer. Die restlichen mehr als zwei Dutzend Politikerinnen und Politiker: allesamt im Minus. Unter den vielen Verlierern finden sich mehrere Parteichefs, eine hat es besonders erwischt.
Die große Verliererin der neuesten Vertrauenserhebung ist Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger, die auf die hinteren Ränge abstürzt. Sie platziert sich dennoch vor der Grünen-Chefin Leonore Gewessler und FPÖ-Spitze Herbert Kickl, wobei Letzterer zwar nur auf den drittletzten Platz kommt, seinen Wert aber dennoch verbessern konnte. Hinter ihm liegen FPÖ-Parlamentspräsident Walter Rosenkranz und Neos-Staatssekretär Josef Schellhorn. Wobei die katastrophale Platzierung von Rosenkranz ins Auge sticht: Als FPÖ-Kandidat landete er bei der Hofburg-Wahl 2022 – wenn auch weit abgeschlagen – immerhin auf Platz 2 hinter Van der Bellen. Zudem haben die Mitglieder des Nationalratspräsidiums, wie die Platzierungen von Doris Bures (Rang 2) und Peter Haubner von der ÖVP auf Rang 8 zeigen, beste Karten in der Vertrauenswertung. Andererseits: Auch der Rosenkranz-Vorgänger als Nationalratspräsident, ÖVP-Mann Wolfgang Sobotka, erreichte mehrfach nur katastrophale Vertrauenswerte. Rosenkranz scheint ihm diesbezüglich ein „würdiger“ Nachfolger zu sein.
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