„Lebensgefährlich“

Riesen-Alarm wegen KI-Bild von giftiger Kobra

Ausland
17.07.2026 17:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Foto einer Schlange in einer deutschen Baumschule hat für einen Polizei-Großeinsatz gesorgt. Der nach jeder Menge Wirbel mit der Erkenntnis endete, dass das „Tier“ durch künstliche Intelligenz generiert worden war.

Ein 14-jähriger Mitarbeiter einer Baumschule in Schleswig-Holstein hat wohl zu tief in die Trickkiste gegriffen: Er zeigte laut Informationen der Agentur „News5“ seinem Vorarbeiter ein täuschend echtes Fake-Bild mit einer Giftschlange. Dieser leitete demnach die Aufnahme an den Chef des Betriebsrats weiter. Der wiederum – in dem Glauben, dass eine lebensgefährliche Bedrohung bestehe – sofort die Polizei gerufen haben soll.

Die Beamten, hieß es weiter, räumten das Areal zur Gänze. Drohnen seien bei der Suche nach dem Reptil durch die Luft gekreist, Wärmebildkameras herangezogen worden. Bis letztlich ein Tierexperte der Hamburger Feuerwehr den Fake durchschaute. „Nachdem die Aufnahme als Fälschung enttarnt worden war, brach die Feuerwehr die Suchmaßnahmen an dem unwegsamen Gelände an der Straße ,Am Redder‘ umgehend am frühen Nachmittag ab, sagte Feuerwehrsprecher Dennis Renk zur „Bild Zeitung“.

Gegengift und Katastrophenapp
Die Leitstelle habe sogar versucht, ein Gegengift zu organisieren, erzählte der Sprecher weiter. Auch seien Vorbereitungen in die Wege geleitet worden, die Bevölkerung über die Katastrophenapp „NINA“ vor dem Tier zu warnen.

Die Polizei untersucht nun die genauen Hintergründe von dem Fall und wer rechtlich für den Fehlalarm verantwortlich ist.

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