Tödliche Waldbrände
Spanien steht vor einem „komplizierten Sommer“
Waldbrände haben im Nordosten Spaniens eine Fläche von mehr als 12.000 Hektar zerstört. Das Risiko, dass sich das Feuer in der Nähe von Saragossa in der Region Aragonien weiter ausbreite, sei wegen des Windes sehr hoch, warnten die Behörden am Freitag.
„Die Nacht war sehr komplex, sehr schwierig. Gegenwärtig schätzen wir, dass die verbrannte Fläche 12.000 Hektar überschreitet“, sagte Roberto Bermúdez de Castro, der für Sicherheit zuständige Vertreter der Regionalregierung.
Das Feuer war am Mittwoch in der Ortschaft Orès ausgebrochen, die in einer dünnbesiedelten Gegend von Aragonien liegt. Fünf Dörfer mussten geräumt werden. Trotz der starken Mobilisierung der Feuerwehr in der Nacht zu Freitag sei das Feuer immer noch „sehr aktiv“, erklärte die Regionalregierung. In den vergangenen Tagen hatten die Temperaturen bis zu 40 Grad betragen. Mehr als 450 Feuerwehrleute und rund 300 Armeeangehörige kämpften weiter gegen die Flammen, mit Unterstützung aus der Luft durch Löschflugzeuge.
13 Menschen gestorben
Die andalusische Provinz Almería war vergangene Woche von einem der folgenschwersten Waldbrände in Spaniens jüngerer Geschichte getroffen worden. 13 Menschen starben, 7000 Hektar Land brannten nieder. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez warnte am Dienstag bei einem Besuch in dem Katastrophengebiet, das Land stehe vor einem „komplizierten Sommer“.
Spanien ist stark von der globalen Erwärmung betroffen. Seit einigen Jahren gibt es regelmäßig lang anhaltende Hitzewellen. Wissenschaftern zufolge verstärkt der menschengemachte Klimawandel die Länge, Intensität und Häufigkeit extremer Hitze, die wiederum günstige Bedingungen für die Ausbreitung von Waldbränden schafft und die Löscharbeiten erschwert.









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