Ein 23-jähriger Häftling prügelt auf zwei Justizwachebeamte im Gefängnis in Krems-Stein ein. Einer der beiden Justizwachebeamte (39) wurde von dem aggressiven Häftling durch einen Faustschlag im Gesicht verletzt, der zweite (44) erlitt eine Rippenprellung.
Ein russischer Häftling ließ in der Justizanstalt (JA) Stein seine Fäuste sprechen. Zwei Beamte wurden dabei verletzt. Bereits zuvor soll es in der JA Innsbruck mit dem als „besonders gefährlich“ eingestuften Russen Probleme gegeben haben, weshalb er vor Kurzem nach Krems verlegt worden war. Dort kam es erst vorige Woche zu einem gewalttätigen Übergriff des 23-Jährigen auf eine Justizwachebeamtin.
Wenige Tage später dann die nächste Attacke: „Ohne ersichtlichen Grund und ohne Vorankündigung“ verletzte er durch Faustschläge ins Gesicht und in die Rippen zwei Beamte, berichtet NÖ-Justizwachegewerkschafter Wolfgang Graf. Erst sechs Beamte und ein Taser konnten ihn stoppen.
Personalmangel in Justizanstalt Stein spürbar
Für Graf sei der Zwischenfall „die Konsequenz der Personalpolitik“ – so seien Planstellen in Stein nur zu 84 Prozent besetzt. Zur Urlaubszeit sei der Personalmangel besonders spürbar. So lasse sich das System nicht aufrechterhalten. Auch die zuständige Volksanwältin Gabriela Schwarz (ÖVP) fürchtet, dass sich derartige Vorfälle wiederholen. Laut Justizministerium war bei der konkreten Amtshandlung das notwendige und vorgesehene Justizwache-Personal in ausreichender Anzahl vor Ort.
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