Ausgerechnet der Buckingham-Palast, das wohl berühmteste Gebäude der britischen Monarchie, wird nun zur Zielscheibe spöttischer Kommentare. Ein prominenter Innenarchitekt hat die Londoner Residenz von König Charles III. als wenig einladend beschrieben und dabei kein besonders schmeichelhaftes Bild gezeichnet.
Der britische Designer und TV-Star Laurence Llewelyn-Bowen erklärte in einem Interview, der Palast erinnere ihn inzwischen eher an ein in die Jahre gekommenes Hotel als an ein königliches Zuhause. Besonders deutlich wurde er beim Thema Geruch: Das Gebäude habe einen Geruch nach „Kohl“ und „klebrigen Teppichen“.
Dabei steckt der Buckingham-Palast mitten in einem gigantischen Modernisierungsprojekt. Seit Jahren wird das historische Gebäude saniert. Die Kosten sollen sich auf rund 369 Millionen Pfund belaufen. Im Mittelpunkt stehen jedoch weniger schöne Möbel oder neue Dekorationen als vielmehr die Erneuerung von Elektrik, Leitungen und anderer veralteter Infrastruktur.
Charles bleibt in Clarence House
Für König Charles dürfte die Kritik wenig überraschend kommen. Der Monarch und Königin Camilla haben bereits klargemacht, dass sie nicht dauerhaft in den Buckingham-Palast einziehen wollen. Stattdessen bleiben sie im deutlich kleineren Clarence House, das seit Jahren als ihr Zuhause gilt.
Auch Charles‘ Mutter, die verstorbene Queen Elizabeth II., soll den Palast nie besonders gemocht haben. Laut Royal-Biografen hätte sie nach ihrer Thronbesteigung lieber weiter in Clarence House gelebt. Erst auf Drängen des damaligen Premierministers Winston Churchill zog sie in den Buckingham-Palast.
Mit seinen 775 Zimmern gehört das Gebäude zu den größten und bekanntesten Residenzen der Welt. Genau das macht die Pflege allerdings besonders schwierig. Viele Bereiche sind jahrzehnte- oder sogar jahrhundertealt. Für Designer Llewelyn-Bowen ist deshalb klar: Vom königlichen Glanz habe der Palast zumindest stellenweise einiges eingebüßt. Seine Kritik sorgt nun für reichlich Gesprächsstoff auf der Insel.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.