Behördlicher Beschluss

Flugplatz bleibt für die gesamte Saison gesperrt

Oberösterreich
16.07.2026 10:00

Wegen behördlich festgestellter Sicherheitsmängel ist seit dem Frühjahr der Flugplatz in Hirschbach (Bezirk Freistadt) gesperrt. Nun muss Fliegerclub Freistadt die gesamt Saison absagen. Der Sicherheitsstreifen entspricht nicht dem Uralt-Gesetz. Eine Novelle der Verordnung könnte das Problem rasch und einfach lösen. 

Auf dem harten Boden der Realität sind die Verantwortlichen des Fliegerclubs Freistadt gelandet. Im Frühling ordnete die Bezirksbehörde wegen Sicherheitsmängeln eine sofortige Sperre des 1964 eröffneten Flugplatzes in Hirschbach an. Neo-Obmann Michael Weigl und seine Crew packten sofort an und setzten eine Reihe von Empfehlungen um. Ein großer Brocken ist aber noch geblieben. Der Sicherheitsstreifen auf der Start- und Landebahn ist noch immer um vier Prozent zu klein. Vor allem an den Randbereichen können die vorgeschriebenen Sicherheitsflächen geringfügig nicht eingehalten werden.

Flugplatzverordnung von 1972
„Die Saison ist damit gelaufen“, sagt Weigl zerknirscht. Auf die Behörde ist er keineswegs sauer: „Sie hat keinen Ermessensspielraum und muss sich an die Gesetze halten. Allerdings stammt die für uns geltende Zivilflugplatzverordnung aus dem Jahr 1972. Vielleicht kommt bald eine Novelle, die uns sehr helfen würde.“ In den vergangenen fünf Jahrzehnten habe sich die Technik enorm weiterentwickelt. Selbst bei schlechtem Wetter könnten größere Flugzeuge in Hirschbach schon nach 300 Metern abheben, Zwei-Sitzer-Maschinen benötigen zum Starten 160 Meter. „Unsere Startbahn misst 405 Meter und ist laut Gesetz noch zu kurz. Ich bin zuversichtlich, dass 2027 wieder in Hirschbach geflogen werden kann“, erklärt Weigl.

Zusätzlich zur Hoffnung auf eine neue Gesetzeslage lässt der 40 aktive Piloten zählende Verein die Anflugfläche von einem Geometer neu vermessen. Neben dem Fliegerclub absolviert auch der Heeresfallschirmspringerclub Freistadt in Hirschbach Trainings- oder Tandemsprünge mit Gästen. In Fliegerkreisen stößt die Sperre auf Unverständnis: Auf der Internet-Seite „Austrian Wings“ ist etwa von einer „peinlichen Behördenposse“ die Rede. 

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