Zwischen Eintritt, Pommes und Eis häufen sich die Ausgaben schneller, als die Kinder die Wasserrutsche hinuntersausen: Wie viel kostet ein Besuch im Freibad als fünfköpfige Familie? Wir haben es in Linz getestet.
Kraft, Ausdauer, Koordination – wozu noch ins Fitnessstudio, wenn ein Nachmittag im Freibad mit Kindern dieselben Trainingseffekte bietet? Spaß beiseite: So ein Badetag kann Eltern schon ins Schwitzen bringen. Denn was nach einer günstigen Sommerbeschäftigung klingt, wird oft teurer als gedacht. Wir haben als fünfköpfige Familie den Selbstversuch gewagt und uns die Erlebnisoase Schörgenhub in Linz dafür ausgesucht. Gratisparkplätze sowie die Kombination aus Frei- und Hallenbad mit Rutschen, Strudel, Wellenbecken und Babybereich machen die Anlage auch bei wechselhaftem Wetter zu einem tollen Ausflugsziel.
An der Kassa mussten wir nicht lange warten und zahlten mit der OÖ-Familienkarte für Innen- und Außenbereich erfreulich günstige 12,60 Euro. Zum Vergleich: Im Erlebnisfreibad Ansfelden kostet die Familien-Tageskarte ab drei Personen elf Euro, in St. Georgen an der Gusen zwölf Euro und im Welldorado 17,80 Euro.
“Mama, ich hab Hunger“: Jetzt wird’s teuer
Kaum war der perfekte Liegeplatz gefunden und die Sonnencreme-Diskussion beendet, wurde auch schon die Outdoor-Rutsche gestürmt. Bis zum ersten „Mama, ich hab Hunger!“ vergingen gerade einmal 15 Minuten. Wer ohne prall gefüllte Kühltasche anreist, landet also früher oder später beim Buffet. Für drei Säfte, vier Portionen Pommes und einmal Kinder-Grillwürstel wanderten 36,20 Euro über den Tresen. Eine Handvoll Gummizeugs als Nachspeise für die Kids? 4,50 Euro.
Doch dabei blieb es natürlich nicht. Denn was darf nach stundenlangem Planschen, Tauchen und Hupfen nicht fehlen? Genau. Drei Wassereis später waren wir weitere acht Euro los. Spätestens da wurde klar: Nicht der Eintritt ist der größte Kostenfaktor, sondern die kleinen Ausgaben zwischendurch. Ein Eis hier, ein Getränk dort – schon wird aus dem vermeintlich günstigen Freibadbesuch ein Ausflug, der in unserem Fall 61,30 Euro gekostet hat. Und das auch nur, weil wir Erwachsenen auf Eis und Kaffee verzichtet haben.
Wer seine eigene Verpflegung mitbringt, braucht zwar ein paar kräftige Arme oder einen Bollerwagen, kommt am Ende aber deutlich günstiger davon. Für Familien, die regelmäßig baden gehen, können sich Saisonkarten lohnen.
Was über die gestiegenen Preise jedenfalls hinwegtröstet: Letztlich sind es trotz allem nicht Pommes und Eis, die den Kindern in Erinnerung bleiben – sondern der gemeinsam verbrachte Sommertag.
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