Prozess in Linz

Bedingt für Paar, das zwei Alpakas verhungern ließ

Oberösterreich
15.07.2026 16:15

Der Prozess dauerte nur 25 Minuten, den die beiden Angeklagten waren reumütig geständig: Zu drei bzw. sechs Monaten bedingter Haft wurden am Mittwoch in Linz zwei Eheleute aus dem Bezirk Rohrbach verurteilt, die sechs Alpakas so schlecht gehalten hatten, dass zwei davon verhungerten. 

Die sechs Alpakas waren unterernährt und standen zentimeterdick in ihren Exkrementen, der Stall war nicht ausgemistet und es gab viel zu wenig Einstreu. Zwei Tiere waren so krank, dass sie verendeten beziehungsweise verhungerten.

Beide waren voll geständig
Am Mittwoch musste sich ein Ehepaar aus dem Oberen Mühlviertel in Linz vor Gericht wegen Tierquälerei verantworten. Sie waren vollständig und reumütig geständig. Verteidigerin Sonja Fasthuber: „Sie haben die Tiere nicht gequält, sondern waren überfordert. Die Alpakas hatten 24 Stunden Ausgang auf eine zwei Hektar große Wiede. Die Besitzer hatten nicht bemerkt, wie schlecht es ihnen ging.“

Urteil ist rechtskräftig
Gegenüber der Richterin beteuerten beide, keine Tiere mehr halten zu wollen: Er bekam drei Monate, seine vorbestrafte Ehefrau sechs Monate, beides bedingt.

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