Turbulente Zeiten für den Fliegerclub Freistadt. Der Verein muss nach Linz ausweichen, weil auf der vereinseigenen Start- und Landebahn in Hirschbach Sicherheitsmängel festgestellt wurden. Wie lange die Sperre dauern wird und welche Auflagen die Behörde erteilt, ist derzeit noch völlig ungewiss.
Den Start in seine Obmann-Tätigkeit beim Fliegerclub Freistadt hat sich Michael Weigl wohl anders vorgestellt. Nach nur zwei Monaten im Amt erhielt er von der Bezirkshauptmannschaft einen Brief mit der Aufforderung zur sofortigen Sperre des vereinseigenen Flugplatzes in Hirschbach: „Es wurden Sicherheitsmängel festgestellt, etwa bei den Sicherheitsstreifen. Der Flugplatz wurde 1964 eröffnet, die aktuell gültige Verordnung 1972 erlassen“, hadert Weigl mit der Sperre.
Nach Hörsching übersiedelt
Von den insgesamt vier Flugzeugen konnten zwei am Flughafen Linz-Hörsching eine vorübergehende Bleibe finden. „Wir sind dafür sehr dankbar. So können alle Piloten ihre jährlichen Checkflüge machen und wir das Vereinsleben aufrecht halten. Der Preis dafür ist aber hoch. Wir zahlen für jeden Start und jede Landung, in Hirschbach gab es eine Pauschale.“
Ungewisse Zukunft
Mit Spannung wartet Weigl nun den endgültigen Bescheid der Behörde ab. Erst dann könne abgeschätzt werden, welche Auflagen zu erfüllen sind, wie lange die Sperre aufrecht bleibt und wie hoch die Kosten für den Umbau sind. „Als Piloten sind wir lösungsorientiert“, ist Weigl um Sachlichkeit bemüht. Die in Pilotenkreisen aufgetauchten Vorwürfe, dass die Behörde auf Zuruf von Anrainern und nicht wegen der Sicherheitsbedenken den Flugplatz gesperrt hat, kommentiert er so: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass es im Jahr 2026 für alles Gegner gibt. Wir haben aber ein gutes Auskommen mit den Anrainern. Da wir keinen Ausflugstourismus haben, halten sich die Starts und Landungen auch im Rahmen.“
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