Das schöne Wetter der letzten Wochen lockte zahllose Biker auf die Straßen. Am Dienstagnachmittag kam erneut ein Motorradfahrer (54) in Rottenbach bei einem Unfall ums Leben – dieses Unglück reiht sich in eine ganze Serie vergleichbarer Unfälle ein. Ein Experte des ÖAMTC weiß, wie sich Biker am besten schützen können.
Der jüngste tödliche Motorradunfall ereignete sich am Dienstagabend: In Rottenbach im Hausruckviertel übersah offenbar ein 17-jähriger Pkw-Lenker einen indischstämmigen Rieder (54) beim Linksabbiegen und rammte dessen Motorrad. Der Zweiradfahrer erlag trotz Reanimationsversuchen noch am Unfallort seinen Verletzungen.
Rücksicht wichtig
„Das war der zweite tragische Motorradunfall im Bezirk Ried/I. innerhalb kürzester Zeit. Die aktuellen Tragödien zeigen einmal mehr, wie sehr wir im Straßenverkehr aufeinander achten müssen. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen, aber auch allen vom Unfall Betroffenen“, so der Rieder Stadtchef Bernhard Zwielehner.
Auf oö. Straßen sind heuer bereits drei Motorradfahrer tödlich verunglückt, dazu ein Quad-Pilot (26), ein heimischer Rennfahrer (32) in Tschechien und ein Biker (39) in Bad Aussee (Stmk.) – die „Krone“ berichtete.
Viele Biker unterwegs
„Das Wetter schreit nach Motorradfahren“, weiß Harald Minarik, Instruktor am ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Marchtrenk. Die Hitze sei aber ein Risikofaktor. „Man muss viele Pausen machen und unbedingt genug trinken“, rät der Experte. Mit der richtigen Ausrüstung bleibe man auch bei Hitze kühl: „Da gibt es keine Ausreden mehr. Im Sommer ist Mesh-Schutzsausrüstung optimal“, so Minarik. Wer ohne passende Ausrüstung unterwegs ist, riskiere außerdem, dass nach einem Unfall die Versicherung aussteigt.
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